erste hessische Integrationskonferenz 

Sunday, November 08, 2009 12:52:00 PM
Stiftung Polytechnische Gesellschaft
„Vielfalt leben und gestalten“
Erste Hessische Integrationskonferenz

Die erste Hessische Integrationskonferenz fand am 14. September 2009 im Hessischen Landtag in Wiesbaden unter dem Motto „Vielfalt leben und gestalten“ statt. Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn hatte rund 120 Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens eingeladen.

Anwesend waren Fachleute aus Migrantenorganisationen, der Wirtschaft, der Politik, den Gewerkschaften, dem Sport, der Bildung, der Wissenschaft und den Wohlfahrtsverbänden. Auch Vertreter der Kommunalen Spitzenverbände, der Kreise und Kommunen, der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen, der Medien sowie gesellschaftlich aktive Migrantinnen und Migranten nahmen an der Konferenz teil. Minister Hahn unterstich in seiner Eröffnungsrede, wie wichtig der Dialog mit Partnern aus den unterschiedlichsten Bereichen und Hintergründen sei. Er hob hervor, dass nur mit dem Wissen und der Erfahrung aller Akteure Integration gelingen könne. „Integrationspolitik ist für die Hessische Landesregierung ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag, der auf die Zukunftsfähigkeit unseres Landes entscheidenden Einfluss hat. Deshalb müssen wir alle Kräfte bündeln, um hier erfolgreich zu sein“, sagte Hahn. Mit der ersten Hessischen Integrationskonferenz werde der Beginn eines Prozesses beschrieben, an dessen Ende das ehrgeizige Ziel stehe, einen gesellschaftlichen Konsens herzustellen, der die Notwendigkeit zur Integration als Aufgabe aller Beteiligten definiere. „Zukünftig werden mit vielen Fachleuten und Aktiven der Integrationspolitik weitere Diskussionen stattfinden, die in Fachkonferenzen mit der Erarbeitung konkreter Handlungsschritte münden“, erläuterte Integrationsminister Hahn.

Auch der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Dr. Roland Kaehlbrandt, war für die Veranstaltung als Redner geladen. In seinem Vortrag ging er nicht nur auf künftige Herausforderungen ein, sondern betonte auch die Chancen, die für Deutschland mit einer gelungenen Integration verbunden seien. Zum Ende seiner Rede warte er davor Integration als „Last“ zu begreifen. Vielmehr sei mit Integrationsarbeit auch die Möglichkeit einer „Selbstvergewisserung“ verbunden. „Denn wer integrieren will, muss auch sagen, wer er ist und welche Chancen er dem Neuankömmling geben kann. Daraus kann unser Land insgesamt einen großen Nutzen ziehen“, schloss Dr. Roland Kaehlbrandt seinen Vortrag. Die gewählten Themen der Konferenz – Arbeit und Wirtschaft sowie Bildung – leiteten sich aus den wichtigsten Handlungsschwerpunkten für eine zukunftsorientierte Integrationspolitik ab. Bildungsministerin Dorothea Henzler, Arbeitsminister Jürgen Banzer und Wirtschaftsminister Dieter Posch berichteten über die Aktivitäten ihrer Ressorts und die sich daraus ableitenden Handlungsschritte. „Voraussetzung für eine gelingende Integration ist das Erlernen der deutschen Sprache. Nur wer mit seinen Mitmenschen kommunizieren kann, wird am gesellschaftlichen Leben aktiv teilnehmen und eine emotionale Verbundenheit aufbauen können“, sagte Kultusministerin Dorothea Henzler. Deshalb hätten das Hessische Kultusministerium und das Hessische Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit der frühen Sprachförderung von Kindern im Kindergartenalter und in der Grundschule eine besondere Priorität eingeräumt. Die Sicherheit in Wort und Schrift sei zudem auch eine Voraussetzung für den Einstieg in eine qualifizierte Ausbildung und den späteren Beruf. Vor diesem Hintergrund sei sowohl vom Hessischen Wirtschaftsministerium als auch vom Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit ein besonderer Fokus auf die Unterstützung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund gelegt worden.

Die Dokumentation der ersten Hessischen Integrationskonferenz mit den vollständigen Reden kann hier herunter geladen werden.

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