Frankfurter Stiftungen 

Thursday, September 23, 2010 4:39:00 PM
Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Denkschrift „Frankfurt für alle“ über Frankfurts Zukunft vorgestellt
Handlungsperspektiven für die internationale Bürgerschaft Frankfurt
Die Frankfurter Oberbürgermeisterin Dr. h. c. Petra Roth nahm am 02. Februar 2009 die Denkschrift „Frankfurt für alle - Handlungsperspektiven für die internationale Bürgerstadt Frankfurt am Main“ aus den Händen einer Gruppe von Förderern entgegen. Die knapp 200 Seiten umfassende Zukunftsstudie mit der Perspektive 2030 gibt Anregungen für Akteure aus Politik, Wirtschaft, Stadtgesellschaft und Region. Sie beschreibt „Begabungen“ Frankfurts, entwickelt Leitbilder, äußert sich zu künftig wichtigen Handlungsfeldern und schlägt konkrete Projekte vor.
 
Zukunftspotenzial sieht die Denkschrift insbesondere in Frankfurts Tradition der offenen, aktiven Bürgerstadt, als Standort eines international bedeutenden Wirtschaftsknotenpunkts, als überschaubare „Globale Stadt“ mit hoher Umwelteffizienz, als Stadt mit Kultur- und Bildungstradition sowie als zukunftsweisender Wissenschaftsstandort in einer starken Region. Kern der Studie ist die Aussage, dass der zukünftige Erfolg Frankfurts sowohl von der Attraktivität der Stadt für internationale Eliten der Wissensgesellschaft abhängt als auch von einem stabilen Gemeinwesen mit ausgeglichenen, fairen Sozialstrukturen, mit engagierten Bürgern und gut integrierten Zuwanderern sowie mit Bildungs- und Lebenschancen für alle – daher der Titel „Frankfurt für alle“. Die Studie gibt Empfehlungen zur Weiterentwicklung Frankfurts in folgenden Themengebieten: Lebensqualität, Wirtschaftskraft, Bildung, Wissenschaft, Verantwortung und Mitwirkung, Umwelteffizienz, Zukunftsregion. Ergänzend zu der in allen Bereichen des städtischen Lebens erkennbaren kreativen Vielfalt empfiehlt die Denkschrift themenübergreifend eine stärkere Kohärenz und Koordination mit Blick auf gemeinsame Ziele der Standortentwicklung.


Zur Umsetzung der Vorschläge in ihrer Gesamtheit wird die Schaffung einer Stabsstelle Standortprofilierung
vorgeschlagen. Diese Stelle könnte auch für die auf der Basis der Denkschrift empfohlene Marketingkampagne Frankfurt 2030 verantwortlich zeichnen.

Die Autoren der Studie sind die AS&P - Albert Speer & Partner GmbH, die Polytechnische Gesellschaft e.V. (Kapitel „Wissenschaft“) und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft (Kapitel „Bildung“ sowie „Verantwortung und Mitwirkung“). Während der Erarbeitung haben die Autoren in Einzelgesprächen die Expertise von über 130 Experten unterschiedlicher Fachrichtungen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Bildung, Wissenschaft und Kultur eingeholt. Zum Aufbau der Denkschrift: Zu jedem Thema werden zunächst bereits vorhandene Begabungen Frankfurts ermittelt (z.B. „Hochschulen als Standortfaktoren“), deren Herausstellung bereits zu einem erheblich verbesserten Bild der Stadt nach innen und außen beitragen kann. Darauf aufbauend werden jeweils Leitbilder formuliert (z.B. „kohärentes Bildungswesen“). Dann werden die wichtigsten Handlungsfelder bestimmt (z.B. „Wohnstadt Frankfurt ausbauen“) und konkrete Projekte (z.B. „Bürgerakademie Frankfurt“) vorgeschlagen. Aus den etwa 120 konkreten Projektvorschlägen sind 38 als „Leitprojekte“ herausgestellt (z.B. „Fußwegenetz Innenstadt 2030“). Sie scheinen besonders geeignet, gewünschte Entwicklungen zu unterstützen und Folgeprojekte anzuregen. Die Ergebnisse und Empfehlungen werden in „16 Zukunftsthesen für Frankfurt“ zusammengefasst (siehe Anlage). Sie ergeben ein Handlungskonzept.

Bereits während der Bearbeitung der Studie konnten einige Projekte initiiert werden oder deren Prüfung und Vorbereitung wurde begonnen. Zwei Beispiele: Der Aufbau einer „Bürgerakademie Frankfurt“ zur Förderung des Ehrenamtes und die Heinrich-Lübke-Siedlung in Frankfurt-Praunheim. Letztere könnte zu einem nachhaltigen Modellquartier im Bestand umgebaut werden. Die Wohnungsbaugesellschaft ABG Frankfurt Holding lässt zurzeit erste Voruntersuchungen durchführen.

Die Denkschrift ist auch ein konstruktiver Beitrag zu Frankfurts Handeln als Teil der Rhein-Main- Region. Die Inhalte stehen mit den Konzepten der „Themenwelt“ und anderen regionalen Aktivitäten in einem zukunftsförderlichen Austausch und Zusammenhang und fanden bereits bei der Vorbereitung für eine Internationale Bauausstellung (IBA) Beachtung. Die Empfehlungen bieten Anregungen für die Positionierung Frankfurts als wichtigem Knoten in der Rhein-Main-Region. Die Förderer der Studie sind Vertreter von in Frankfurt ansässigen Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Sparten sowie der Kammern. Dies zeigt die breite ideelle und inhaltliche Basis der Denkschrift. Die Arbeiten wurden unterstützt und ermöglicht durch:

 - Interessengemeinschaft Frankfurter Kreditinstitute GmbH (IFK)
 - UBS Deutschland AG
 - Steubing AG
 - DIC Deutsche Immobilien Chancen AG & Co. KGaA
 - Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main
 - Handwerkskammer Rhein Main
sowie durch die Polytechnische Gesellschaft e.V. und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft, deren inhaltlicher Beitrag unentgeldlich erbracht wurde. Das finanzielle Budget der Bearbeitung betrug 360.000,- Euro.

Die Denkschrift sowie eine 50-seitige Kurzfassung stehen auf der Projekt-Homepage
www.frankfurt-fuer-alle.de allgemein zur Verfügung.

Kurzversion der Speer-Studie
Langversion der Speer-Studie
Kapitel von Prof. Klaus Ring und Dr. Roland Kaehlbrandt

Kontakt:
für die AS&P – Albert Speer & Partner GmbH:
Dr. Michael Denkel, Partner und Mitglied der Geschäftsleitung
Tel.: 069 / 605011 118
Mail: m.denkel@as-p.de

Dr. Robert Winterhager, Projektleiter
Tel.: 069 / 605011 239
Mail: r.winterhager@as-p.de

für die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main:
Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender
Tel.: 069 / 838306-0
Mail: kaehlbrandt@sptg.de

für die Polytechnische Gesellschaft e.V.
Prof. Dr. Klaus Ring, Präsident
Tel.: 069 / 838306-0
Mail: ring@sptg.de



auf einen Blick
Stiftung Polytechnische Gesellschaft
Mit einem Kapital von 397 Mio. Euro errichtete die Polytechnische Gesellschaft im Jahr 2005 die Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Sie ist operativ und fördernd in drei Themenfeldern aktiv: 1. Bildung, Wissenschaft und Technik; 2. Kunst, Kultur und Pflege des kulturellen Erbes; 3. Soziales, Humanitäres und Karitatives.
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Wirkungsbericht
Die Jubiläumsausgabe „Wirkungen“ prüft, was seit der Errichtung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft vor fünf Jahren entstanden ist. Was wurde für die Stadt Frankfurt und ihre Bewohner tatsächlich bewirkt? Im ersten Wirkungsbericht werden verschiedene Möglichkeiten der Darstellung von Wirkungen genutzt: quantitative, qualitative und auch illustrierende.
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