PolytechnikKolleg
Monday, November 29, 2010 6:46:00 PM
Stiftung Polytechnische Gesellschaft
„Bürgergesellschaft und Bürgerstädte – Wurzeln, Gegenwart, Zukunft“
Dr. Roland Kaehlbrandt und Prof. Dr. Herbert Beck haben Symposiums-Band zum
Polytechnik-Kolleg veröffentlicht
Im Rahmen ihres fünfjährigen Jubiläums führte die Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Kooperation mit der Goethe-Universität und dem Kulturfonds Frankfurt RheinMain vom 24. November 2010 bis zum 8. April 2011 ein „Polytechnik-Kolleg“ zum Thema „Bürgerstädte und Bürgergesellschaft – Wurzeln, Gegenwart, Zukunft“ durch. Im gleichnamigen Buch kommen Historiker, Soziologen, Ökonomen, Erziehungswissenschaftler, Psychologen und Juristen sowie Praktiker der Bürgergesellschaft zu Wort.
Die Veranstaltungsreihe fand im Kasinogebäude des Poelzig-Baus auf dem Campus Westend statt. Das Polytechnik-Kolleg wollte herausarbeiten, welche Vorstellungen es von einer aktiven Bürgergesellschaft und Bürgerstadt gibt, welche historischen Entwicklungslinien ihnen zugrunde liegen, welche Wirklichkeit und Wirkungskraft sie haben und welche Zukunft sie haben mögen. Das Kolleg richtete sich an Multiplikatoren in Frankfurt Rhein-Main (Teilnahme auf Einladung).
Der erste Teil des „Polytechnik-Kollegs“ widmete sich am 24. November 2010 der Geschichte der Stadtgesellschaften. In vertiefenden „Salons“ ging es in kleinerem Teilnehmerkreis am 27.November 2010 um die Herausbildung der Identität des Bürgertums und um die Tradition bürgerlicher Mitwirkung. Im zweiten Teil untersuchte das Kolleg am 25. Februar 2011 die aktuellen Herausforderungen, vor denen Bürgergesellschaft und Bürgerstädte stehen. Dabei ging es um das grundlegende Verhältnis von Freiheit und Wettbewerb. In vertiefenden „Salons“ wurden am 26. Februar 2011 die aktuellen Herausforderungen behandelt, vor denen Bürgergesellschaft und Bürgerstädte in den Bereichen Wissen und Bildung sowie Migration und Integration stehen. Schließlich wurde die Frage nach dem Verhältnis von Steuerung und Teilhabe gestellt.
Im dritten Teil ging das „Polytechnik-Kolleg“ am 8. April 2011 konkret auf die Zukunft der Region Frankfurt Rhein-Main ein und fragte, wie sich die durch bürgergesellschaftliche Traditionen geprägte Region in Zukunft weiter entwickeln könne. Insgesamt wurde der Frage nachgegangen, wie es Bürgermetropolen gelingen kann, das Engagement ihrer Bürger für das Gemeinwesen zu mobilisieren.
Äußerer Anlass für das Kolleg war das fünfjährige Jubiläum der noch jungen Stiftung Polytechnische Gesellschaft am 24. November 2010. (Am 24.11.2005 genehmigte der Regierungspräsident die Stiftung.) Eigentlich aber ist das gewählte Thema eines, das die Tätigkeit der Stiftung wie auch die Arbeit der Goethe-Universität und des Kulturfonds Frankfurt RheinMain ständig prägt. Die Stiftung hat sich neben ihrer praktischen Projekttätigkeit an der Erarbeitung der so genannten Speer-Studie „Frankfurt für alle“ beteiligt. Der Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain verfolgt – mit einem Fokus auf die Region – ähnliche Ziele wie die Stiftung. Die Goethe-Universität ist seit 2008 – wie bei ihrer Gründung – wieder Stiftungsuniversität. Sie steht für die Verbindung von Wissenschaft und bürgerschaftlichem Engagement.
Das Buch "Bürgergesellschaft und Bürgerstädte - Wurzeln, Gegenwart, Zukunft" erscheint im Verlag Frankfurt Academic Press und ist für 28 Euro im Handel erhältlich.
KONTAKT: Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Tel. 069 - 789 889 - 0