Die Künstler Frank Moritz und Claudius Massinger von „Kooperation Konzepte“ beschäftigen sich ihrer neuesten theatralen Rauminstallation mit der urmenschlichen Angst vor dem Tod und den Versuchen in ihm einen Sinn zu sehen.
Im Zentrum ihrer Kunst-Installation „Sinnfrage“ stehen die Schwefelstecher des indonesischen Ijen-Vulkans, die täglich ihr Leben riskieren um das eigentlich wertlose Abfallprodukt Schwefel abzubauen. Diese Arbeiter stellen für die Künstler den modernen Sisyphos dar. Zu den Filmaufnahmen aus Ijen inszenieren sie Texte von Hölderlin, Nietzsche und Camus über die reale Absurdität des Lebens und fragen, ob aus der Aussichtslosigkeit vielleicht doch eine Perspektive erwachsen kann. Schließlich sagte bereits Camus: „Wir müssen uns Sisyphos als einen glücklichen Menschen vorstellen“.
Im Gedenken an den im Februar 2011 verstorbenen Frankfurter Regisseur, Dramaturgen und Autoren Frank Moritz zeigt das Senckenberg Naturmuseum nach „Menschbild“ (2007) und „Abschied“ (2009) den dritten und abschließenden Teil der Trilogie „Sinnfrage“.
Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft fördert diese Sonderausstellung, die vom 9. April bis 5. Juni 2011 im 1. Obergeschoss des Senckenberg Naturmuseums stattfinden wird.
Senckenberg Naturmuseum
Senckenberganlage 25
60325 Frankfurt am Main