09. Mai 2018

Achte Ausgabe der Frankfurter HausGespräche

von Jens-Ekkehard Bernerth

Auch 2018 wird es im Rahmen der Frankfurter Hausgespräche interessante Meinungen und Gesprächsrunden geben. Der diesjährige Themenkomplex lautet "Zentrum und Extreme – Wechselspiele der offenen Gesellschaft". 

Diskutierten 2016 über das Thema "Sprachwandel in Zeiten der Niedrigschwelligkeit: Geht uns die Bildungssprache verloren?": Uwe Hinrichs, Professor für Südslawische Sprach- und Übersetzungswissenschaft an der Universität Leipzig, Prof. Dr. Anne Bohnenkamp-Renken, Dozentin am Institut für deutsche Literatur und ihre Didaktik der Goethe Universität, Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung und Moderator der Veranstaltung, Patricia Baumann, Deutschlehrerin an der Carl-von-Weinberg-Schule in Frankfurt, und Marco Soravia, hessischer Schülersieger beim Großen Diktatwettbewerb im Jahr 2015 (v.l.n.r.). Foto: Michelle Spillner


Aufgeregtheiten, Empörungsrhetorik und extreme Polarisierungen sind Kennzeichen unserer Zeit. Wie geht die offene Gesellschaft mit Ausschlägen dieser Art um? Kann sie Mitte und Maß bewahren? Wie beeinflussen Extreme und Zentrum einander – in Inhalt und Form? Sind neue Formen der öffentlichen Auseinandersetzung erforderlich?

An vier Terminen wird von Ende Mai bis Mitte Juni im Frankfurter Goethe-Haus, im Haus am Dom, der Evangelischen Akademie Frankfurt und dem Literaturhaus Frankfurt debattiert:

  • 28. Mai 2018 Goethe-Haus: Romantische Invektiven?
  • 04. Juni 2018 Haus am Dom: Religion – Zentrum und Peripherie
  • 11. Juni 2018 Stiftung Polytechnische Gesellschaft (Evangelische Akademie): Die Kunst der Mitte – Bildung, Sprache, Umgangsformen
  • 18. Juni 2018 "Glotzt nicht so romantisch!" – Aufruhr und Literatur

Die Kunst der Mitte – Bildung, Sprache, Umgangsformen

Am Montag, 11. Juni 2018, findet im Großen Saal der Evangelischen Akademie Frankfurt um 19.30 Uhr die Veranstaltung der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main statt. Das Thema lautet "Die Kunst der Mitte – Bildung, Sprache, Umgangsformen".

Die Teilnehmer des Prodiumsgesprächs erörtern, ob sich - angesichts des immer schneller drehenden Karussells öffentlicher Aufgeregtheiten und Polarisierungen - aus der Mitte der Gesellschaft und im Zentrum des Meinungsspektrums auch kultivierende, ausgleichende, integrierende und zugleich vorwärtsstrebende geistige Strömungen und soziale Gesellungsformen entwickeln können, in denen sich Klugheit, Besonnenheit und Zukunftszugewandtheit ausprägen? Wir fragen nach den Herausforderungen und Chancen einer ausgleichenden Geisteshaltung in Bildung, Sprache und Umgangsformen.

Es diskutieren:

  • Dr. Prinz Asfa-Wossen Asserate, Unternehmensberater für Afrika und den Mittleren Osten, Bestsellerautor und politischer Analyst, Frankfurt am Main
  • Prof. Dr. Christa Dürscheid, Professorin für Deutsche Sprache, Universität Zürich
  • Julia Jung, Doktorandin der Musikpädagogik und Stipendiatin der Stiftung Polytechnische Gesellschaft
  • Prof. Dr. Sigrid Roßteutscher, Professorin am Institut für Soziologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Gerhard Schneider, Schulleiter der Ernst-Reuter-Schule II, Frankfurt am Main

Die Einführung und Moderation übernimmt Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.