08. August 2016.

DeutschSommer 2016: "Das sind schöne Deutschlandferien"

von Miriam Mandryk

Der DeutschSommerist vorbei. An vier Standorten wurde spielerisch gelernt, die deutsche Sprache vermittelt und vor allem das Leben genossen. Wir haben uns auf Stimmenjagd begeben.


Schönstes Sommerwetter, eine malerische Umgebung und viel buntes Programm: Der DeutschSommer bot auch in diesem Jahr den Frankfurter Grundschülern jede Menge Abwechslung.

Doch es wurde nicht nur gespielt, das Vermitteln der deutschen Sprache stand in den drei Wochen klar im Vordergrund. Es wurde gelesen und gelernt, Theater gespielt und viel miteinander kommuniziert.

Der Freude tat dies jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil, wie die Aussagen der DeutschSommer-Kinder und deren Eltern belegen:

Redona, 9 Jahre alt:

"Mir gefällt ganz besonders gut, dass wir ganz viel draußen sind. Und dass wir viel lesen, schreiben und Theater spielen. Das Buch ‚Geisterjäger auf eisiger Spur‘ finde ich spannend und ich mag, dass die Hauptfigur Tom auch mal einen Pech-Tag hatte. Und es freut mich, dass wir Sachen aus dem Buch im Theater-Unterricht spielen. Manche Sachen nehmen wir aus dem Buch, und manche denken wir uns auch selbst aus. Das macht sehr viel Spaß!"

Bianka, 9 Jahre alt:

"Ich finde es toll, dass wir ganz viel Freispielzeit haben und in den Workshops viele Sachen machen, die ich vorher noch nie gemacht habe. Und das Essen ist sehr lecker. Am besten gefällt mir am DeutschSommer unser Deutschlehrer, Björn. Der erklärt immer alles so, dass ich es verstehe und wir machen lustige Spiele, bei denen wir auch Deutsch lernen."

Keren, 9 Jahre alt:

"Ich fand das Gedicht ‚Verwechslung‘ toll. Es macht Spaß, Sätze richtig zu machen, und in dem Gedicht war ganz schön viel falsch. Also, da war alles falsch. Und wir haben alle Sätze wieder richtig gemacht. Gestern habe ich mir im Bücherbus ‚Hanni und Nanni‘ ausgeliehen. Das wollte ich schon immer lesen. Ich lese schon, seit ich fünf bin. Deswegen finde ich es schön, dass wir das Geisterjäger-Buch geschenkt bekommen haben."

Auch bei den Eltern herrscht Begeisterung für die Wirkung des DeutschSommers und die Lernfortschritte, die die Kinder machen: "Mein Junge hat schon nach einer Woche immense Fortschritte gemacht. Früher hat er sich aufgrund seiner Deutschkenntnisse nicht getraut, mit Erwachsenen zu reden. Jetzt geht er selbstbewusst auf seine Mitmenschen zu und erprobt voller Tatendrang seine neuen Kenntnisse", berichtet ein Vater stolz.

Ein anderer sagt: "Ich liebe Deutschland, weil hier Frieden ist und ich mit meiner Familie ohne Angst leben kann. Ich danke Deutschland, dass mein Kind so gut betreut wird und dass es die Möglichkeit hat, Deutsch zu lernen und dabei gefördert wird. Mein Sohn kommt jeden Tag nach Hause und sagt: ‚Papa, wir müssen reden. Du musst Deutsch lernen.‘"

Zwei Mütter erzählen, dass ihre Töchter bei dem Geschicklichkeitsspiel Twister nur noch auf Deutsch miteinander kommunizieren - das war vor den drei Wochen noch undenkbar.

Ein schöner Erfolg des Programms, der auch bei Keren zu sehen ist. Auf die Frage, auf was sich das Mädchen am meisten freut, sagt sie: "Auf zu Hause. Weil ich dann meinen Eltern erzählen kann, wie schön es hier war und was ich alles gelernt habe."

(Text: Miriam Mandryk & Jens-Ekkehard Bernerth, Bild: Dominik Buschardt)