26. Juni 2017

Die 6. StadtteilBotschafter-Generation stellt sich vor

von Stephan Hübner

Pünktlich zum zehnten Geburtstag des Programms nimmt die sechste StadtteilBotschafter-Generation Fahrt auf: Unter dem Motto "Ich für meine Stadt" treten 22 junge Menschen zwischen 15 und 27 Jahren an, um mit 16 eigenen gemeinnützigen Projektideen Frankfurts Stadtteile zu bereichern. 

Sie bilden mit einem Durchschnittsalter von 19 Jahren die jüngste StadtteilBotschafter-Generation seit dem Programmstart 2007. In 15 Vierteln, darunter erstmals im Westend, im Gutleutviertel, in der Altstadt und in Nied, werden sie bis Herbst 2018 allein oder im Tandem aktiv sein.

Moritz Hinkel und Moritz Wagner (16 und 15) wollen etwa auf einem "Wir-Bike" für den guten Zweck strampeln lassen. Laura Valentina Alvarado Díaz (27) wird mit Bürgerkonzerten an den vor 250 Jahren verstorbenen Stadtmusikdirektor Georg Philipp Telemann erinnern. Und Sophia Bordo (19) möchte sich mit Dritt- und Viertklässler der Gruneliusschule in Oberrad auf die Spuren des großen Goethe begeben.

Am Samstag, den 24. Juni 2017, stellten sich die StadtteilBotschafter in der wunderschönen Gartenanlage des Nebbienschen Gartenhaus erstmals der Frankfurter Öffentlichkeit vor. Interessierten Bürgern, Alumni und geladenen Gästen präsentierten die Stipendiaten ihre Pläne auf dem Projektmarkt.

Schmackhaftes, Kreatives, Wissenswertes

Wer wollte, konnte sich in entspannt-gediegener Atmosphäre an Jon Buckas Stand auf Leinwänden verewigen, bei Dunya Manoor schmackhafte Mango-Lassi probieren, bei Carl-Phillipp Spahlinger ein Quiz zum Thema Vorurteile machen oder aber bei Deborah Leuthold aus der ersten provisorischen "Give-Box" nützliche Utensilien mitnehmen.

Auch die übrigen Projekte luden zum Verweilen und Austausch ein, sie alle haben schließlich vor, nachhaltig und sinnstiftend in ihrem Stadtteil zu wirken.

"Was ansteckt, ist der Idealismus jedes neuen Jahrgangs der StadtteilBotschafter", lobt Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, "es ist für sie selbstverständlich, sich für ihre Stadt einzusetzen. Meistens wollen sie Menschen zusammenbringen, die sonst wenig Kontakt zueinander haben. Der Zusammenhalt in Vielfalt – das scheint mir ein durchgängiges Motiv zu sein. Was dabei auch hilft, ist die Überzeugungskraft der jungen Leute. Und: das Fehlen des erhobenen Zeigefingers.“

Silja Flach, Projektleiterin StadtteilBotschafter, ergänzt: "Es ist wunderbar zu sehen, wie sich die aktuelle Generation als Gruppe gefunden hat und einen starken Zusammenhalt zeigt. Sie unterstützen sich gegenseitig, nehmen unseren Input sehr gut an und auf, und können jetzt an ihren Ideen und der Umsetzung ihrer Projekte wachsen."

Startschuss

Gleichzeitig war die Veranstaltung der Startschuss für die Botschafter, die nun rund ein Jahr Zeit haben, ihre Projekte umzusetzen. Um die Projekte Realität werden zu lassen, werden die StadtteilBotschafter mit einem Trainingsprogramm und durch Projektmittel von bis zu 3.000 Euro unterstützt. Mentoren begleiten außerdem die jungen Menschen, und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite.

Impressionen finden Sie in der Galerie zur Veranstaltung, eine Vorstellung der StadtteilBotschafter hier

(Text: Stephan M. Hübner, Foto: Jürgen Lecher)