14. Juni 2017

Die Goethe (-Uni) schreibt: ein Das‐muss‐man‐erlebt‐haben‐Moment!

von unserer Gastautorin

Ein Das‐muss‐man‐erlebt‐haben‐Moment und andere knifflige Fälle der deutschen Rechtschreibung warteten auf 120 Studierende sowie auf Freunde und Mitarbeiter der Goethe‐Universität Frankfurt am Main – als es am 13. Juni 2017 zum dritten Mal hieß: "Die Goethe (‐Uni) schreibt!".

Foto: Dominik Buschardt


Träger des Diktatwettbewerbs an der Goethe‐Universität ist das Deutschlandstipendium. Eine Gruppe aus Stipendiaten aus verschiedenen Fachbereichen organisierte den Wettbewerb ehrenamtlich. Unterstützt wurden die Stipendiaten von Mentoren der Stiftung Polytechnische
Gesellschaft.

Die Stiftung und ihre Partner initiierten im Jahr 2011 den großen Diktatwettbewerb für Oberstufenschüler, Eltern und Lehrer. Seit 2015 findet der Wettbewerb jährlich auch an der Goethe‐Universität statt. Der Diktatwettbewerb möchte die Freude an der deutschen Sprache und die korrekte Schreibweise kniffliger Wörter vermitteln.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung am 13. Juni stand ein 20‐minütiges Diktat mit dem Titel "Grüße aus der Ferne". Es war gespickt mit besonders kniffligen Rechtschreibfallen. Hürden stellen vor allem Groß‐ und Kleinschreibung, Zusammen‐ und Getrenntschreibung sowie die korrekte Schreibung von Fremdwörtern dar.

Trotz dieser Herausforderungen gelang es einigen Teilnehmern des Wettbewerbs beachtliche Ergebnisse zu erzielen. Am Ende wurden die besten Schreiber der Kategorien "Freunde und Mitarbeiter der Universität" und "Studierende" sowie die besten Fachbereichsteams mit Preisen belohnt.

Theo Herterich aus dem Fachbereich 13 (Physik) gewann in der Kategorie "Studierende" mit 7 Fehlern und war damit Gesamtsieger des Abends. Den ersten Platz in der Kategorie "Freunde und Mitarbeiter der Universität" holte Klaus Grommet aus dem Fachbereich 15 (Biowissenschaften) mit 10 Fehlern.

Der Gewinn für den besten Fachbereich ging in diesem Jahr an die Diktatschreiber aus dem Fachbereich 14 (Biochemie, Chemie und Pharmazie) mit durchschnittlich 12 Fehlern, dicht gefolgt vom Fachbereich 13 (Physik) mit 17,7 Fehlern und dem Fachbereich 10 (Neuere Philologien) mit einer durchschnittlichen Fehlerzahl von 18,1. Bisher ist es noch niemandem geglückt, den vom Duden geprüften Text komplett ohne Rechtschreibfehler zu meistern.

Bei der Korrektur musste übrigens keiner der Teilnehmer fürchten, bloßgestellt zu werden, denn jeder Schreiber korrigierte sein Diktat zunächst selbst. Im Anschluss darauf wurden die besten Diktate von einer Jury überprüft. In dieser Zeit kam aber keineswegs Langeweile auf. In einem interaktiven Quiz wurden spannende Fragen rund um das Thema Sprache gelöst. Danach folgte ein literarischer Leckerbissen des Poetry‐Slammers Max Seidel.

(Text: Anne Bachmann, Foto: Dominik Buschardt)