29. November 2017

Die StadtteilBotschafter zu Besuch bei Oberbürgermeister Peter Feldmann

von Stephan Hübner

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann hat am Dienstag, den 28. November, die StadtteilBotschafter der aktuellen, sechsten Generation im Römer empfangen. "Es ist mir eine Freude und Ehre, Sie in unserem Rathaus willkommen zu heißen", begrüßte das Stadtoberhaupt die 15- bis 27-Jährigen, die seit Sommer von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main gefördert werden.

Foto: Philip Eichler


Für Oberbürgermeister Feldmann ist das Treffen mit den StadtteilBotschaftern eine liebgewordene Tradition – es fand in diesem Jahr zum dritten Mal seit 2012 statt –, und er bezeichnet sich selbst als "Fan" der jungen Engagierten: "Seit Jahrhunderten ist es fast selbstverständlich, dass man sich als Frankfurter für seine Stadt engagiert", so Feldmann, "und somit stehen Sie als StadtteilBotschafter, mit Ihrem Engagement für ein harmonisches, friedliches und vielfältiges Zusammenleben in Ihren Stadtteilen, in einer wichtigen Tradition. Sie sind gewissermaßen besonders typische, vorbildliche Frankfurter, und ich begegne Ihrem Engagement mit Wertschätzung und Respekt."

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, betonte, dass Engagementsförderung einen besonderen Akzent in der Arbeit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft setze. "Seit nunmehr zehn Jahren ermutigen wir junge Menschen, als StadtteilBotschafter eigene Ideen umzusetzen und nicht nur das zu tun, was ihnen andere sagen. Dabei lernen Sie auch, wie es funktioniert, neben Schule, Studium oder Beruf Ehrenamt erfolgreich in seinen Alltag einzubinden." Der Empfang durch Oberbürgermeister Feldmann stelle eine große Ehre für die Stipendiaten dar.

Präsent und Projekte

Die Stipendiaten nutzten das Treffen mit Peter Feldmann nicht nur, um ihm einen Präsentkorb zu überreichen, der vom Apfelsecco bis zum Spielzeugbausatz mit allerlei Artikeln rund um die 16 aktuellen Projekte gefüllt war, sondern sie stellten ihm auch ihre Ideen genauer vor, die sie in 15 Stadtteilen umzusetzen. Beispielsweise plant Deborah Leuthold im Gutleut den Aufbau einer "Give-Box" – einer umgebauten Telefonzelle, in der die Bewohner des Stadtteils Gegenstände ablegen können, die sie nicht mehr benötigen und die auf diese Weise neue Besitzer finden sollen. Ihrer Idee stand das Konzept der öffentlichen Bücherschränke Pate.

Linne Falkhausen und Leonie Schiffler wiederum haben unlängst damit begonnen, Frankfurt-Eschersheim mit Kunst im öffentlichen Raum zu verschönern. Nahe der U-Bahn-Station "Weißer Stein" entstand auf einer hässlichen Betonwand ein buntes Graffiti mit Bildern aus dem Stadtteil – und schon hat sich ein Sportverein mit dem nächsten Gestaltungsauftrag gemeldet.

In Frankfurt-Höchst hingegen fällt bald der Startschuss für das Projekt von Julia Koldau und Felix Tran: Unter dem Motto "Glück schenken" werden Sie Patienten des Höchster Krankenhauses Wünsche erfüllen. Ganz besonders wichtig sind ihnen dabei die Kinder, um sie kümmern sie sich in Kooperation mit dem Aktionsbündnis Kind im Krankenhaus e. V. (AKIK).

Am Freitag wieder on air

Übrigens: Am kommenden Freitag, den 1. Dezember 2017, berichten Julia und Felix zwischen 16 und 17 Uhr in der Sendung "Ich für meine Stadt" auf Radio X von ihren Plänen (Frequenz FM 91,8, Kabel 99,85). Einschalten lohnt sich.