01. März 2021.

Diesterweg-Standorttag: Mutig und kreativ in die Zukunft

von Elisabeth Brachmann und Jens-Ekkehard Bernerth

Der erste rein digitale Standorttag des Diesterweg-Stipendiums für Kinder und ihre Eltern ist vorbei. Ein Novum in der Geschichte des Projekts, das die Stiftung Polytechnische Gesellschaft gemeinsam mit ihren Partnern inzwischen in zwölf weitere deutsche Städte transferiert hat. Einer der Höhepunkte des Tages war ein Videogruß von Deutschlands First Lady Frau Elke Büdenbender.


Die Gattin von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lernte das Projekt bereits im Frühjahr 2018 kennen. Damals besuchte Frau Büdenbender den Frankfurter Standort und führte viele persönliche Gespräche mit den Teilnehmern und Verantwortlichen des einzigen Familienstipendiums in Deutschland, das die komplette Familie in den Blick nimmt. Diesen ganzheitlichen Ansatz lobt Frau Büdenbender in ihrem Grußwort als besonders nachhaltig. "Es ist richtig und wichtig, Kinder gezielt zu fördern, die ein großes Potenzial haben. Sie geben Ihnen Chancen und Möglichkeiten, die ihnen ansonsten womöglich verwehrt blieben", so Büdenbender über das Diesterweg-Stipendium.

Das Grußvideo können Sie hier ansehen:

Der Austausch zeichnet die Standorttage des Diesterweg-Stipendiums aus. Aus den Standorten Dortmund, Frankfurt und Hamburg wurden sieben Praxisbeispiele vorgestellt. In den Gesprächen gaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke, wie das Programm in ihren jeweiligen Städten aktuell umgesetzt wird. "Kinder brauchen es gerade sehr, gesehen und gehört zu werden," berichtete Katharina Liebing vom Standort in Osnabrück. Eine Einschätzung, die auch Beate Kopmann vom Diesterweg-Standort Hannover teilt. Die Kinder vermissten einander aufgrund der Einschränkungen im öffentlichen Leben sehr.

Vor diesem Hintergrund bauen die Standorte ihre digitalen Angebote aus und sorgen auch in der Pandemie für einen engen Kontakt zu den Familien. "Beziehung ist die Grundlage aller Methoden", so Laetitia ten Thije, Projektkoordinatorin des Diesterweg-Projekts für Flüchtlingsfamilien in Frankfurt-Bonames. Die Kinder stünden geradezu Schlange, um lernen zu können. Diesen Bedarf aufzufangen, machen sich alle Diesterweg-Standorte zum Ziel. Dr. Ulrike Landzettel vom Diesterweg-Standort Darmstadt formulierte das Motto für die kommenden Wochen und Monate treffend: "Mutig und kreativ ist vieles trotz Corona möglich."

Verlässlicher Partner

Ein Ziel des Programms ist es, die Familien an Angebote aus Bildung und Kultur in ihren Städten heranzuführen – auch und vor allem in Zeiten, in denen der Zugang dazu erschwert ist. "Die Bedeutung des Diesterweg-Stipendiums für die Stadt Osnabrück manifestiert sich in der Bereitschaft der Partner, die Kooperation fortzusetzen und neue Ideen zu unterstützen", berichtete Katharina Liebing. Das bestätigte Dr. Silke Schumann von der Stadtbücherei Frankfurt auch von Partnerseite: "Das Diesterweg-Stipendium ist ein äußerst verlässlicher Partner, der uns eine verbindliche Zielgruppe erschließt."

"Kinder sind unsere Zukunft, und jedes Kind hat das Recht auf einen gleichberechtigten Zugang zur Bildung. Für Ihren so großen Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit in unserem Land danke ich Ihnen daher von Herzen."

Elke Büdenbender

Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, betonte in seinem Schlusswort: "Die Verknüpfung von analoger und digitaler Welt wird über die Zeit von Covid-19 hinaus wirken." Beate Moran, Projektleiterin des Diesterweg-Stipendiums der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, ergänzte: "Die digitale Befähigung ist in der heutigen Zeit nicht nur Voraussetzung zur Teilnahme an den Diesterweg-Veranstaltungen, sondern auch für die Partizipation in unserer Gesellschaft."