07. Februar 2017.

Diesterweg-Stipendium: Projekttransfer nach Hanau

von Extern

Das hessische Hanau ist die zehnte Stadt, in der das Diesterweg-Stipendium für Kinder und ihre Eltern angeboten wird.


Hanaus große Söhne, Jacob und Wilhelm Grimm, konnten dank der besonderen Unterstützung von Verwandten, Freunden und Förderern ihre Begabungen vollends ausschöpfen und zu wissenschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Ehren gelangen. Doch nicht jedem Kind in Hanau wird eine solche umfassende Förderung zuteil. "Aus diesem Grund ist es für die Stadtgesellschaft sehr wichtig, Schritte in diese Richtung anzubahnen und Kindern Chancen für die Entwicklung ihrer Potenziale zu ermöglichen", erläutert Oberbürgermeister Claus Kaminsky.

Kaminsky ist Schirmherr des Hanauer Diesterweg-Stipendiums, das in den Schuljahren 2017/2018 und 2018/2019 erstmals auch an sechs Hanauer Grundschulen durchgeführt wird und Platz für 15 Schülerinnen und Schüler sowie deren Familien bildet. Konkret handelt es sich um Anne-Frank-, Brüder-Grimm-, Gebeschus-, Robinson-, Heinrich-Heine- und Pestalozzischule. An diesen Institutionen ist der Zuwandereranteil besonders hoch.

Mehr Geldgeber sollen kommen

Finanziert wird die Anfangsphase des Projekts durch die Ursula Berenbrok-Winterstein-Stiftung und die Linsenhoff-Stiftung, die langfristige Unterstützung durch Stiftungen und Unternehmen vor Ort ist angestrebt. Durchgeführt und organisiert wird das Diesterweg-Stipendium in Hanau durch die Sprungbrett Familien- und Jugendhilfe Hanau e. V.. 

Das Diesterweg-Stipendium ist eine Idee der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main. In seinem Rahmen erhalten einzelne Schülerinnen und Schüler mit gutem Leistungspotenzial vielfältige Förderung vor dem Übergang von der 4. Klasse zur weiterführenden Schule. Die Förderung setzt sich in der 5. Klasse fort.

Mögliche sprachliche, soziale, kulturelle oder familiäre Gründe sollen so keinen Hinderungsgrund mehr darstellen, dass die Kinder ihre Potenziale nicht entfalten können. Wissen und Kompetenzen der beteiligten Schülerinnen und Schüler sollen in besonderem Maße gefestigt und erweitert werden. Auch eine zusätzliche Unterstützung im Bereich von "Deutsch als Zweitsprache" ist vorgesehen.

Zudem werden die Eltern und Geschwister der Stipendiaten mit ihren unterschiedlichen Ressourcen und Potenzialen in ein breitgefächertes Bildungsprogramm eingebunden und in ihren Kompetenzen gestärkt. 

Seit 2008 wurden im Rahmen des Diesterweg-Stipendiums an bundesweit zehn Standorten 1.400 Personen aufgenommen, auch aus geflüchteten Familien. Alle weiteren Infos zum Stipendium erhalten Sie auf derProjektseite.