17. Juni 2021.

Digitechnikum: Findige Projekte aus der Zukunftswerkstatt für digitale Talente

von Elisabeth Brachmann und Jens-Ekkehard Bernerth

15 IT-begeisterte Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren erarbeiteten seit Oktober 2020 Hard- und Softwareprojekte, die einen Mehrwert für die Frankfurter Stadtgesellschaft bieten. Am Mittwoch wurden diese Projekte bei der Verabschiedung der zweiten Generation des Digitechnikums einem interessierten Publikum vorgestellt.


Ein Kühlschrank, der an das Mindesthaltbarkeitsdatum erinnert. Eine App, die Fahrradfahren belohnt. Ein soziales Netzwerk für mehr Nachhaltigkeit und digitalisierte Bücherschränke: Was für den Laien noch wie Zukunftsmusik klingt, sind die Projekte der Schülerteams der zweiten Generation des Digitechnikums. Mit der Realisation ihrer Ideen in den vergangenen neun Monaten erweiterten sie nicht nur ihre IT-Kenntnisse, sondern trainierten im Austausch mit Gleichgesinnten die Zusammenarbeit in Teams - eine wichtige Kompetenz, die heutzutage unerlässlich ist. 

Zahlreiche Gäste loggten sich am Mittwochabend zur digitalen Abschlussveranstaltung ein, um die Präsentation der vier Projekte mit den Titeln Kuramba, DigiBike, ScanEat und dem digitalen Bücherschrank mitzuerleben. Cedric Engels, besser bekannt als Wissenschafts-Youtuber Dr. Whatson, lobte in seinem Impulsvortrag die vier Teams ausdrücklich. Mit ihren Projekten würden sie akute Probleme der Menschheit wie Klimawandel, Mobilität sowie Lebensmittel- und Ressourcenverschwendung aktiv angehen und zu einer "besseren Welt beitragen", so Engels. Gleichzeitig appellierte er an die jungen Digitechnikerinnen und Digitechniker, sich weiterhin einzubringen: "Gestaltet die Zukunft aktiv mit! Denn wenn wir nicht daran arbeiten, wird sie nicht zur Realität", ermunterte er. 

Agiles, digitales Arbeiten ist für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer spätestens nach der Teilnahme am Digitechnikum kein Neuland mehr. Die Teamabsprache und Vernetzung erfolgte über einen Messenger-Dienst und Videokonferenzen, das Projektmanagement wurde mittels Kanban-Boards realisiert. Mentoren aus dem Main-Campus-Stipendiatenwerk und der Goethe-Universität standen den jungen Leuten zudem mit Rat und Tat zur Seite, um die Ideen der jungen Leute Realität werden zu lassen.

Prof. Dr. Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, erklärte den Hintergrund des Programms: "Mit dem Digitechnikum möchten wir Jugendliche darin unterstützen, ihre digitalen und technischen Fähigkeiten mit gesellschaftlicher Nützlichkeit zu verbinden." Nützlich ist das Programm auch für die Wissenschaft, denn es wird evaluiert und weiterentwickelt", lobte Prof. Dr. Ludwig von der Goethe-Universität: "Durch das Digitechnikum können wir erforschen, welche Settings innerhalb des Programms besonders erfolgreich für die Schülerinnen und Schüler sind und diese weiterentwickeln, um sie an Schulen zu transferieren."

Über das Digitechnikum

Das Digitechnikum ist ein Kooperationsprojekt der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und dem Institut für Mathematik und Informatik der Goethe-Universität Frankfurt. Das einjährige Stipendienprogramm richtet sich an informatisch-interessierte und -begabte junge Menschen aus Frankfurt und möchte diese intensiv darin fördern, im digitalen Zeitalter selbst aktiv ihre Umwelt mitzugestalten und sie durch den innovativen Einsatz von Technologie zu verbessern. Im Oktober 2020 waren die Jugendlichen der zweiten Projektgeneration in das Programm gestartet. 

Weitere Informationen zum Programm Digitechnikum sowie die Projektfilme der Stipendiaten finden Sie unter www.digitechnikum.de

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