10. Dezember 2020.

Ehrung für 46 Ausbildungsbotschafter und 25 Betriebe

von Jens-Ekkehard Bernerth

Begeisterung für die duale Ausbildung will das Projekt Ausbildungsbotschafter wecken. 2020 waren 46 Botschafterinnen und Botschafter aus 25 Betrieben im Projekt aktiv, die jetzt für ihren ehrenamtlichen Einsatz gewürdigt wurden. 

Foto: gjb


Um bei Schülerinnen und Schülern das Interesse am Handwerk zu wecken, gehen Azubinnen und Azubis oder frisch ausgelernte Gesellinnen und Gesellen direkt in die Schulen, um den Austausch zu suchen und ihren Beruf vorzustellen. In diesem Jahr waren beispielsweise Kaufleute für Einzelhandel sowie Industriekaufleute, Chemielaboranten, Hotelfachleute, Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik, ein Straßenbauer, Gärtner, ein Koch, ein Bauzeichner, Konstruktionsmechanikerinnen und eine medizinische Fachangestellte in den Klassenräumen unterwegs. Aufgrund der Einschränkungen durch die Pandemie wurden zudem von einigen Ausbildungsbotschaftern Videos für Instagram produziert, in denen praxisnah für die Berufe geworben wurde. Auch auf Präsenzveranstaltungen sowie die Schulung der Ausbildungsbotschafter in den Räumen der ausführenden Gesellschaft für Jugendbeschäftigung e. V. (gjb) musste nicht verzichtet werden. Unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln konnten alle geplanten Termine stattfinden. 

Diese Leistung wurde auch in diesem Jahr von den Förderern des Programms, der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main (IHK) und der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main (HWK) sowie der gjb geehrt. Wurde in den Vorjahren stets eine feierliche Zeremonie abgehalten, konnten in diesem Jahr die Urkunden coronabedingt von den jeweiligen Kammern persönlich in den Betrieben überreicht werden. Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, lobt das Engagement der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: "Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft geht in ihren Ursprüngen auch auf das Frankfurter Handwerk zurück und engagiert sich aus Überzeugung für die berufliche Bildung. Die Ausbildungsbotschafter leisten mit ihrer Arbeit einen wertvollen Beitrag dazu, in den Schulen die Attraktivität von Ausbildungsberufen zu vermitteln – und unterstützen Jugendliche ganz praktisch bei der Berufsorientierung."

IHK-Vizepräsident Klaus-Stefan Ruoff zeigt sich erfreut über die Wirkung des Projekts: "Die Ausbildungsbotschafter sorgen dafür, dass die duale Berufsausbildung ‚auf Augenhöhe‘ und lebensnah beworben wird. Schülerinnen und Schüler erleben dabei echte Menschen, die hinter dem abstrakten Weg einer Berufsausbildung stehen. Ausbildungsbotschafter können authentischer berichten, wie sie ihre Wahl getroffen haben und warum sich eine ‚Karriere mit Lehre‘ lohnt. Insofern investiert die IHK lieber in diese Botschafter als in Hochglanzbroschüren."

Bernd Ehinger, Ehrenpräsident der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main, hebt die Bedeutung der Ausbildungsbotschafter für die 130 Berufe im Handwerk hervor: "Wir freuen uns, dass Betriebe und junge Menschen im Projekt Ausbildungsbotschafter mit Leidenschaft für die berufliche Bildung werben. Gerade in Corona-Zeiten ist Gelegenheit, die eigene Zukunft zu planen und sich für die eine Karriere im Handwerk zu entscheiden. In unseren Handwerksbetrieben in der Region sind etliche Ausbildungsplätze noch frei. Wir beraten Interessierte gerne. Das Handwerk bietet Chancen für alle, auch für Abiturienten."

Petra Lölkes, Geschäftsführerin der gjb, berichtet über erzielte Erfolge unter schwierigen Bedingungen im laufenden Jahr: "Unsere Ausbildungsbotschafter haben im vergangenen Schuljahr über 1.000 Schülerinnen und Schüler an 11 Schulen sowie online mit authentischen Erfahrungsberichten erreicht. Somit konnten wir den Jugendlichen ein breites Spektrum von Berufen näherbringen und einen wichtigen Beitrag zur Erweiterung des Berufswahlspektrums leisten. Die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie konnten durch die schnelle Anpassung der Formate seitens der gjb gut aufgefangen werden."