30. Juli 2018

Ein Abschied in polytechnischer Tradition

von Constantin Groß

Einen feierlichen Abschied nahm die zweite Generation des Kollegs für junge Talente im Deutschen Filmmuseum. Dabei wurden die Kollegiaten nicht nur geehrt, sie traten selbst in Aktion und zeigten auf vielfältige Weise, welche Erfahrungen und Fähigkeiten sie während des Kollegs gesammelt haben.

In seiner Begrüßung hob der Stiftungsvorsitzende Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt die Rolle des Kollegs für junge Talente hervor. Im Sinne eines Studium Generale solle den Teilnehmern, die bereits über "viele verschiedene, besonders ausgeprägte Fähigkeiten verfügen", ein möglichst breites Spektrum an Themen in der erforderlichen Tiefe angeboten werden. Dennoch möchte das Kolleg den jungen Menschen viele neue Kenntnisse mit auf den Weg geben: "Mein grundlegendes Wissen über die Bereiche Musik, Philosophie, Politik der EU, Technik und Energie wurden erweitert", äußerte sich Cara Kirchner zufrieden über ihre Zeit im Kolleg. Clara Braun lobte den gemeinsamen Nenner, der die Kollegiaten verband: "Am Wichtigsten sind für mich die Menschen, die ich kennengelernt habe, weil sie auf eine ähnliche Art und Weise denken wie ich; diese Gemeinschaft war für alle spürbar."

Wirken über die Seminare hinaus

Die Förderung der jungen Talente beschränkte sich jedoch nicht nur auf die Projekttage, sondern sie "animierte mich, in meiner Freizeit über die behandelten Themen nachzudenken", berichtete Gnanaseth Jeyaseelan. Im Rahmen des Projekttags "Europa - Gegenwart und Zukunft eines einmaligen Experiments" mit Prof. Dr. Ulrike Guérot und Prof. Dr. Sandra Eckert überlegte sich Gnanaseth, wie man Europa neu denken und umstrukturieren könnte um Divergenzen zu überwinden.

Pantomime mal anders

Auch bei der Abschlussveranstaltung zeigten sich die Kollegiaten kreativ: Mittels Pantomime musste das Publikum Begriffe erraten. Jedoch nicht Triviales  wie Fensterputzer oder Klavierspieler, sondern etwa den "Satz des Pythagoras" oder die "Russische Bauernmultiplikation". Die Mehrheit der Anwesenden lag zumeist richtig. Gleichwohl gab es unterschiedliche Interpretationen der dargestellten Pantomime, analog zu den feurigen Diskussionen der Kollegiaten während ihrer gemeinsamen Zeit.  Ihren Ursprung hatten diese Scharaden übrigens während der Oster-Akademie, wo sie zum abendlichen vergnüglichen Zeitvertreib der Kollegiaten wurden.

Kreativität kennt eben keine Grenzen.

Wie die sechs abgebildeten Stipendiaten ihre Zeit im Kolleg für junge Talente empfunden haben, erfahren Sie nach einem Klick auf die Porträts. Impressionen der Veranstaltung finden Sie in der Mediathek.