08. Dezember 2017

Feierliche Aufnahme der 7. MainCampus-Generation

von Stephan Hübner

An der Goethe-Universität sind am gestrigen Abend 35 junge Frankfurterinnen und Frankfurter neu ins MainCampus-Stipendiatenwerk der Stiftung Polytechnische Gesellschaft aufgenommen worden. Die 14 Studierenden, elf Doktoranden und zehn Postdoktoranden zeichnen sich durch herausragende akademische Leistungen, gesellschaftliches Engagement, vielseitige Interessen und facettenreiche Biographien aus.

Foto: Dominik Buschardt


Während der nächsten zwei bis drei Jahre werden die Stipendiaten finanziell und ideell gefördert. Sie stammen von verschiedenen Frankfurter Hochschulen und Fachrichtungen. Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, bilanziert: "Die meisten der neuen Stipendiaten, nämlich 29, kommen von der Goethe-Universität. Daneben haben wir je zwei Studenten von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst und der Frankfurt University of Applied Sciences aufgenommen und je einen von der Städel- und von der Provadis-Hochschule."

Rund zwei Drittel der Stipendien, genau gesagt 24, gehen an Repräsentanten naturwissenschaftlich-technischer Fächer. Daneben sind Geistes- und Gesellschaftswissenschaften, Psychologie und Wirtschaftswissenschaften sowie die Bereiche Bildende Kunst/Architektur und Musikwissenschaft/künstlerische Instrumentalbildung vertreten.

Die Studenten stellten sich in einer Art Science Slam den rund 200 Gästen vor: In einer Minute mussten die Stipendiaten sich und ihre Arbeit dem Publikum näher bringen. Eine kleine Anekdote oder der Bezug zum persönlichen Gegenstand, der mitgebracht und nach dem Vortrag in einem Regal aufgestellt werden musste, gehörte ebenfalls dazu.

In seiner Art ist MainCampus ein Unikat: Als einziges akademisches Stipendiatenwerk Deutschlands fördert es ausschließlich besonders qualifizierte, leistungsstarke Nachwuchsakademiker eines einzigen Hochschulstandorts. Die Gründung von MainCampus wurde vom früheren Präsidenten der Polytechnischen Gesellschaft e. V., dem ehemaligen Frankfurter Universitätspräsidenten Prof. Dr. Klaus Ring angeregt.

"In diesem Jahr haben wir schon zum siebten Mal neue Kandidaten in die Förderung aufgenommen, wobei etwa jeder dritte Bewerber zum Zuge kam", blickt Projektleiter Tobias König zurück. "Sie eingerechnet wurden seit 2008, dem Jahr, in dem das MainCampus-Stipendiatenwerk startete, 193 Stipendien vergeben. Die aktuelle Stipendiatengeneration ist die größte, die wir bisher begrüßen konnten."

Die Auswahl der Geförderten erfolgte nach den Kriterien "wissenschaftliche Qualifikation", "Persönlichkeit" und "Übernahme von Verantwortung für das Gemeinwohl". Insgesamt wurden Stipendien für folgende drei Förderlinien vergeben:

  • MainCampus academicus für leistungsstarke Studierende im Master- bzw. Hauptstudium,
  • MainCampus doctus für exzellente Doktoranden und
  • MainCampus educator für junge Naturwissenschaftler in Erziehungsverantwortung.

Die Förderung umfasst eine wirtschaftliche Absicherung (programmabhängig 720 bis 1.400 Euro) sowie die ideelle Förderung in der MainCampus-Akademie. Ihr Ziel ist es, im polytechnischen Sinne die vielfältigen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Stipendiaten weiter zu stärken und bürgergesellschaftliches Engagement zu fördern. Aus den Mitgliederreihen der Polytechnischen Gesellschaft stehen den jungen Leuten außerdem erfahrene Begleiter zur Seite. Nach der Förderung ermöglicht das Alumni-Netzwerk die langfristige Verbindung der Stipendiaten untereinander und mit der Stiftung.

Hier finden Sie die Webseite von MainCampus.