04. März 2020.

Gesichter des Ehrenamts: Staffelstabübergabe bei der Bürger-Akademie

von pressemitteilung

Unter großem Applaus wurden Anfang März 25 herausragende Frankfurter Ehrenamtler neu in die Bürger-Akademie aufgenommen. Sie bilden die siebte Generation des von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Kooperation mit zahlreichen Ehrenamtsorganisationen entwickelten Stipendiums.

Die Bürger-Akademiker der siebten Generation. Foto: Dominik Buschardt


Das Programm vernetzt besonders aktive und verdiente ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger und qualifiziert sie weiter. Innerhalb eines Jahres erfahren die Bürger-Akademiker Anerkennung für ihr bisheriges bürgerschaftliches Engagement, fachliche Fortbildung sowie kreativen und inhaltlichen Austausch mit weiteren herausragenden Ehrenamtlichen.

Die Stipendiaten der neuen Generation sind zwischen 29 und 72 Jahren alt. Sie alle sind überdurchschnittlich engagiert, machen darum aber nie ein großes Aufheben. Sie sind Künstler, Beamte, Informatiker oder Pensionäre und bei Organisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz, der Sportjugend, dem Kreisfeuerwehrverband Frankfurt oder den Kirchen aktiv. Sie engagieren sich in der Nachbarschaftshilfe, in der Seelsorge, in der Flüchtlingshilfe oder im Heimat- und Geschichtsverein.

"Seit jeher sind es immer wieder die Frankfurter Bürger, die ihre Stadt aktiv und engagiert mitgestalten. Dieses freiwillige Engagement gilt es in unserer Zeit beständig zu pflegen, wertzuschätzen und neu anzuregen. Darum haben wir die Bürger-Akademie gegründet", kommentierte Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

"Freiwilliges Engagement sorgt für den Zusammenhalt in unserer Stadt. Das hat in Frankfurt Tradition. Aber Engagement setzt sich nicht von alleine fort. Es braucht Impulsgeber, es braucht Vorbilder, die diese Tradition weiterführen. Mit der Bürger-Akademie fördern wir Bürgersinn und Bürgertat in moderner Zeit", erläuterte Konrad Dorenkamp, Bereichsleiter Bürgerengagement der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, die Idee hinter dem Programm.

157 Bürger-Akademiker seit 2009

Besonders impulsgebende Engagierte werden von den im Beirat der Bürger-Akademie vertretenden Organisationen für das Stipendium vorgeschlagen. In einer Auswahlsitzung nominiert die Stiftung die Teilnehmer, auf die nach ihrer Zusage ein einjähriges vielseitiges Akademieprogramm wartet. Das Angebot der Bürger-Akademie besteht aus zehn Veranstaltungen im Kernprogramm: So zielen unter anderem Team-Building- und Rhetorik-Seminare, zwei Projektwerkstätten und eine Ideenwerkstatt darauf ab, das praktische Methodenset der Bürger-Akademiker für ihre ehrenamtliche Arbeit zu erweitern. Optionale Angebote aus betriebswirtschaftlichen oder psychologischen Themenfeldern runden das Portfolio des Akademiejahres ebenso ab wie ein Kamingespräch mit ausgewählten Frankfurter Persönlichkeiten. Alle Angebote dienen dazu, das Verständnis und den Austausch der Ehrenamtlichen untereinander zu fördern und das bürgerschaftliche Engagement zu professionalisieren. Insgesamt wurden seit der Gründung der Bürger-Akademie im Jahr 2009 bereits 157 Bürger-Akademiker ausgebildet.

Entwickelt wurde das Ehrenamtsstipendium von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Zusammenarbeit mit 24 in Frankfurt präsenten Ehrenamtsorganisationen, darunter der Kreisfeuerwehrverband Frankfurt, die Malteser in Frankfurt, die Caritas, der Paritätische Wohlfahrtsverband, die Kirchen, der Sportkreis und der Frankfurter Jugendring. Sie bilden zugleich den Beirat des Programms, beteiligen sich an dessen Weiterentwicklung und schlagen geeignete Persönlichkeiten für die Teilnahme am Ehrenamtsstipendium vor.