10. September 2019

Hallo Frankfurt! Neue Stadtteil-Botschafter präsentieren ihre Ideen auf dem Main

von Monika Röttele

Von Wrestling über Technik Café bis Street-Art – die diesjährigen Stadtteil-Botschafter präsentieren der Frankfurter Öffentlichkeit am Freitag, 20. September 2019, 18.30 bis 21.30 Uhr, zum ersten Mal ihre Projektideen auf dem Ponton-Schiff "Freigut" am Eisernen Steg.

Foto: Philip Eichler


Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, die 15 neuen Stadtteil-Botschafter kennenzulernen und sich über die Aktionen in den einzelnen Stadtteilen zu informieren. An Marktplatzständen erhalten die Besucher Auskunft zu Terminen für Sportfeste, Tage der offenen Tür oder Workshops. Weiterhin können sich Interessierte erkundigen, wie man sich an den zwölf Projekten der Stadtteil-Botschafter beteiligen kann. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

Ein Jahr lang arbeiten die Stadtteil-Botschafter an ihren jeweiligen Projekten für ihren Stadtteil. Die diesjährigen Ideen reichen vom Umbau eines ehemaligen Bunkers in ein Jugendzentrum (Goldstein) bis hin zu einer interaktiven Street-Art-Aktion in Niederrad. Auch Handballtraining für Flüchtlinge und ein Tag der offenen Tür im Wrestling-Club stehen auf dem Plan. Mentoren begleiten die jungen Macher bei der Umsetzung ihrer Projekte. Werkstatt-Tage, persönliches Coaching und eine finanzielle Unterstützung sind ebenfalls Bestandteile des Stipendiums.

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, betont, dass Engagementförderung einen besonderen Akzent in der Arbeit der Stiftung setze. "Frankfurt lebt von einer aktiven Bürgerschaft. Daher ermutigen wir junge Menschen, sich durch ehrenamtliches Engagement für die Gemeinschaft stark zu machen. Beim Stadtteil-Botschafter-Stipendium werden daher neben Projektmanagement und Kommunikationsstärke auch Kompetenzen wie Diskussionsbereitschaft und Integrationsfähigkeit gestärkt."

"HALLO FRANKFURT! Wir sind die neuen Stadtteil-Botschafter" ist Teil der Frankfurter Aktionswoche des bürgerschaftlichen Engagements. Zehn Tage lang, vom 13. bis 22. September 2019, bieten ehrenamtliche Organisationen in Frankfurt unterschiedliche Aktionen zum diesjährigen Thema "Engagement im Stadtteil" an. Frankfurt schließt sich damit der 15. bundesweiten Woche zum bürgerschaftlichen Engagement an.

Das sind die Stadtteil-Botschafter

Seit zwölf Jahren unterstützt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft mit dem Stipendienprogramm junge Leute zwischen 15 und 27 Jahren dabei, ihre Ideen für Frankfurt in die Tat umzusetzen. 135 Stadtteil-Botschafter haben bisher in 105 Projekten in 35 Frankfurter Stadtteilen das Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt, Menschen einander nähergebracht und dadurch zum Teil dauerhafte Einrichtungen in ihrem Stadtteil etabliert: Im Günthersburgpark entstand der Mitmach-Garten "DerGrüneDaumen" und in Nieder-Erlenbach ein Kletterturm, der am 13. September 2019 sein 10. Jubiläum feiert. Der "Sports & Fun Day" in Bergen-Enkheim, ein Bewegungsfest für Kinder und ihre Eltern, jährte sich am 28. April 2019 zum zehnten Mal.

Im Februar 2019 durften die ehemaligen Stadtteil-Botschafter Vane Beglaryan und Moritz Wagner Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender durch Frankfurts "Neue Altstadt" führen. Carl-Philipp Spahlinger, Stadtteil-Botschafter der letzten Generation, erhielt am 16. August 2019 für sein Projekt "Speed-Dating gegen Vorurteile" den Frankfurter Bürgerpreis.

Ausführliche Informationen rund um das Stipendienprogramm und das Bewerbungsverfahren bietet die Seite www.stadtteil-botschafter.de. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft veranstaltet zudem an jedem dritten Donnerstag im Monat mit dem Ideen-Café einen offenen Treff, bei dem Interessierte Informationen zum Stipendium und zu weiteren Engagementmöglichkeiten in Frankfurt erhalten oder bei konkreten Projektideen von Mitarbeitern der Stiftung beraten werden. Das nächste Ideen-Café findet am 17. Oktober 2019, 17.00 bis 20.00 Uhr, in den Räumlichkeiten der Stiftung (Untermainanlage 5) statt.