13. August 2018

Junior-Ingenieur-Akademie: Würdiger Abschluss einer lehrreichen Zeit

von unserer Gastautorin

Endlich war es soweit: Wir, die Schüler der Junior-Ingenieur-Akademie des Gymnasiums Riedberg, konnten endlich unsere myoelektrischen Prothesen aus dem Bereich der Sportorthopädie präsentieren. Zwei Jahre haben wir daran gearbeitet und viel Zeit und mühevolle Kleinarbeit investiert. Da war die feierliche Abschlussveranstaltung genau der richtige Rahmen, um sie vorzuführen. 

Foto: Dominik Buschardt


Eingeläutet wurde der Abend vom Jungen Orchester Riedberg unter der Leitung von Katharina Stiebing mit Brahms "Ungarischer Tanz Nr. 5". Durch den Abend führten charmant die Moderatoren und Junior-Ingenieure Ioana Coste und Sami Alammawi.

Schulleiter Helmut Kühnberger lobte in seiner Begrüßungsrede die Zusammenarbeit der Schule mit der Stiftung, und Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, ging in seinem Grußwort auf die Ziele der Junior-Ingenieur-Akademien in Frankfurt und den Anteil und Hintergrund der Stiftung Polytechnische Gesellschaft ein.

Einen Einblick in die Anfänge des Projekts, die Themenwahl, die Unterstützungen und Ausflüge sowie die Entstehung der Prothese im historischen Kontext gab Projektleiter Tobias König von der Stiftung Polytechnische Gesellschaft im Rahmen einer Gesprächsrunde mit den Partnern der Junior-Ingenieur-Akademie. Dabei berichteten Alexander Köhler, betreuender Lehrer und Koordinator des Gymnasiums Riedberg, Prof. Dr. Ludwig Zichner, ehemaliger ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Frankfurt am Main, Sascha Becker von einem hessischen Orthopädienternehmen, Dennis Wagenknecht, Physiotherapeut der Praxis Adolf Katzenmeier sowie die Moderatoren Sami und Ioana  eindrucksvoll und lebendig von ihren Erlebnissen mit der Junior-Ingenieur-Akademie.

Die Präsentation als Höhepunkt des Abends

Der Höhepunkt des Abends folgte direkt: die Live-Präsentation der Prothesen. In Vorbereitung auf den Abend wurden drei der insgesamt fünf Schülergruppen ausgewählt, ihre funktionierenden Produkte zu präsentieren. Die Aufstellung änderte sich nochmal direkt vor Beginn der Veranstaltung, nicht alles lief einwandfrei ab. Trotzdem wurden die Unterschiede der verschiedenen Handprothesen erfolgreich aufgezeigt. Auch die Beinprothesen, die wir in der Orthopädiewerkstatt des Wiesbadeners Orthopädieunternehmens herstellen durften, wurden vorgeführt.

Zum Abschluss kamen alle Junior-Ingenieur mit ihren Prothesen sowie die Verantwortlichen und wichtigsten Begleiter des Projekts wieder auf die Bühne, um ihre Abschlusszertifikate und Gratulationen für ihre Leistungen zu erhalten. Beschlossen wurde der Abend einmal mehr vom Schulorchester des Gymnasiums mit dem Stück "Feeling Good" von Michael Bublé.

Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend, vor allem aber eine tolle Zeit als Junior-Ingenieur, die sehr viel Spaß gemacht und viele neue Erfahrungen und Kenntnisse gebracht hat, gleichzeitig aber auch sehr viel Zeit und Aufwand in Anspruch genommen hat.

Text: Lea Rüf

Bilder der Veranstaltung finden Sie in der Mediathek.