29. Oktober 2018

Kolleg für junge Talente: Pancakes, Murmeln und Diskussionen

von unserer Gastautorin

21 überdurchschnittlich engagierte Jugendliche wurden im Oktober 2018 vier Tage lang in den Taunus geschickt, um mit Impulsen von verschiedenen Referenten herausgefordert zu werden. Doch die Herbstakademie des Kollegs für junge Talente sollte nicht nur zu geistigen Höchstleistungen verleiten, sondern vor allem den Gruppengeist der Teenager wecken.

Der Bau der Murmelbahn schweißte die Truppe zusammen. Foto: Johanna Roos.


Zunächst waren wir alle etwas verunsichert, was das Kolleg und die anderen Kollegiaten anbelangt. Schließlich stammen wir alle von unterschiedlichen Frankfurter Schulen und kannten uns zuvor nicht. Die anfängliche Befangenheit löste sich jedoch schon auf der Busfahrt nach Arnoldshain zunehmend, und war spätestens nach einigen Kennenlern- und Teambuilding-Spielen am nächsten Tag verschwunden. Was gibt es Verbindenderes, als gemeinsam stundenlang in der Kälte mit verbundenen Augen eine Murmelbahn zu bauen oder aber sich auf einer Plane zusammenzuquetschen, um diese umzudrehen, während sich die übrigen 20 Kollegiaten ebenfalls darauf befinden…

In den vier Kollegtagen der Herbstakademie des Kollegs für junge Talente habe ich nicht nur neue Freunde, sondern auch mich selbst neu kennengelernt. Beeindruckend, wie sehr einige Stunden intensiven Redens über die eigenen Stärken das Selbstbewusstsein komplett umwandeln können. Die Veranstaltungen zur Selbstwahrnehmung und das Stärkentraining waren entsprechend Höhepunkte für mich.

Eine Anstecknadel als Rhetorikübung

Auch unsere rhetorischen Fähigkeiten wurden durch Atemübungen und unterhaltsame Aufgaben gestärkt: Allein der Versuch, in einer flammenden Rede eine Anstecknadel in Form eines Internet-Cursors als die beste Erfindung der Menschheit zu preisen, sorgte für viel Freude und stichhaltige Argumente.

Besonders schön fand ich, dass wir alle am ersten Abend den Namen eines anderen Teilnehmers gezogen haben. Dieser Person sollte dann im Laufe der Tage ein Brief geschrieben werden mit Komplimenten für Wesensmerkmale, die uns besonders positiv an ihr aufgefallen sind.

Werwolf, Diskussionen und Pancakes

Die Abende haben wir bei Rätselspielen, Werwolf und Snacks verbracht, spannende Diskussionen über Gott und die Welt wurden nicht nur während der Mahlzeiten gehalten.  Die morgendlichen Pancakes ließen zudem jeden Tag richtig gut beginnen.

Besonders überrascht und begeistert war ich, wie schnell in der Gruppe eine vertraute, offene Atmosphäre herrschte. Innerhalb kürzester Zeit haben wir Freundschaften geschlossen und bereits Treffen außerhalb der Kollegtage geplant.

Ich habe sehr viel von diesen Tagen mitgenommen und bin schon sehr gespannt auf die nächsten Kollegtage. Und die Oster-Akademie, wo bei mir und meinen Mit-Kollegiaten definitiv keine Verunsicherung, sondern stattdessen große Vorfreude herrschen dürfte.

Text: Rebekka Meyering

Über die Autorin

Rebekka Meyering ist 16 Jahre alt und besucht die elfte Klasse der Freien Christlichen Schule Frankfurt. Sie interessiert sich für Geschichte, Politik, Literatur und Kunst. In ihrer Freizeit liest, zeichnet und näht sie gerne.