21. August 2018

"Meine Zeitung – Schüler lesen die F.A.Z." für Deutschen Lesepreis nominiert

von Miriam Mandryk

Das Kooperationsprojekt "Tablets im Unterricht – Pilotklassen im Projekt Meine Zeitung – Frankfurter Schüler lesen die F.A.Z." der Stiftung Polytechnische Gesellschaft und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist für den Deutschen Lesepreis in der Kategorie "Herausragende Leseförderung mit digitalen Medien" nominiert.

Gruppenfoto der Teilnehmer der Zeitungsgala 2018 vor der Alten Oper Frankfurt. Foto: F.A.Z.-Foto / Martin Ly.


46 Projekte und Personen in fünf Kategorien umfasst die Shortlist des Deutschen Lesepreises 2018. Ausgewählt wurden sie aus rund 200 Bewerbungen aus dem gesamten Bundesgebiet. Das Projekt "Meine Zeitung – Frankfurter Schüler lesen die F.A.Z." richtet sich an Frankfurter Schüler der Klassen sechs bis zehn aller weiterführenden Schulformen. Sie erhalten während des dreimonatigen Zeitungsprojekts täglich die Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.) und nutzen sie im Unterricht als Unterrichtsmaterial. Ausgewählte Klassen erhalten zudem die digitale Version der Zeitung sowie Tablets, um damit zu arbeiten. Bislang haben an dem Projekt rund 10.000 Schüler teilgenommen. 

"Wer Anspruchsvolles liest, erweitert sein Weltwissen und sein Sprachwissen. In dem Projekt "Meine Zeitung" lernen Schülerinnen und Schüler, sich sorgfältig recherchierte und differenziert geschriebene Zeitungsartikel aus dem Qualitätsjournalismus zu erschließen. In einer Zeit, in der die Lesefähigkeit in Deutschland wieder zurückgegangen ist, sind erfolgreiche Projekte zur Anregung des Lesens und zur Erschließung anspruchsvoller Texte dringend erforderlich. "Meine Zeitung" ist ein solches Projekt. Wir freuen uns deshalb sehr über die Nominierung beim Deutschen Lesepreis 2018", sagte Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft zur Nominierung. Und auch Werner D’Inka, Herausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, zeigte sich hoch erfreut: "Über die Nominierung freuen wir uns mindestens so wie ein Fußballspieler, der von seinem Trainer gesagt bekommt, dass er in einem großen Finale in der Startelf steht."

Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen: "Lesen ist der Ausgangspunkt für ein aktives und selbstbestimmtes Leben. Wer schon in jungen Jahren Geschichten entdeckt und Bücher in den Alltag integriert hat, profitiert in vielerlei Hinsicht: persönlich, beruflich und im sozialen Miteinander. Wir freuen uns sehr, dass die Leseförderung in Deutschland von vielen Händen getragen wird und außerordentlich ideenreich ist. Mit den Nominierten des Deutschen Lesepreises 2018 präsentieren wir herausragende Projekte, die das Lesen wirkungsvoll in den Mittelpunkt rücken und somit Begeisterung für Geschichten wecken."

Astrid Kießling-Taşkın, Vorstand der Commerzbank-Stiftung, betont: "Lesen fördert Kreativität und erlaubt uns den berühmten Blick über den Tellerrand. Aber immer noch sind 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland funktionale Analphabeten. Hier darf das Engagement nicht nachlassen. Mit prominenter Unterstützung können wir noch mehr Menschen erreichen."

Preisverleihung im November in Berlin

Die Preisträger werden am 21. November im Berliner Humboldt Carré offiziell gekürt. Der mit insgesamt 25.000 Euro dotierte Deutsche Lesepreis ist eine gemeinsame Initiative von der Stiftung Lesen und der Commerzbank-Stiftung und wird seit 2013 für vorbildhaftes Engagement in der Leseförderung verliehen. Zusätzlich verleiht die Commerzbank-Stiftung zum ersten Mal den Sonderpreis für prominentes Engagement an eine Person des öffentlichen Lebens. Die Auszeichnung steht unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Kultur und Medien Prof. Monika Grütters.