27. August 2020.

Nachhaltigkeitspraktiker: den Alltag nachhaltiger gestalten

von Jens-Ekkehard Bernerth

Das Projekt Nachhaltigkeitspraktiker ist das jüngste der Stiftungsgeschichte. Wie der Name bereits verrät, rückt es das Thema Nachhaltigkeit in den Fokus. Das Projekt-Team, bestehend aus Annika Löffler-Djahani, Johanna Roos und Philipp Burckhardt, erläutert, was es mit dem Projekt erreichen will.


"Wir glauben, dass jeder einen eigenen Einflussbereich beim Thema Nachhaltigkeit hat und dementsprechend selbständig in Aktion treten kann, erklärt Philipp Burckhardt die Grundidee hinter dem Projekt Nachhaltigkeitspraktiker. "Ähnlich wie in Sportgruppen können sich Menschen am besten bei ihren Zielen und Vorhaben unterstützen, wenn dies in einer Gruppe passiert." Wie bei einem kleinen Fußballkader sind 12 Frankfurterinnen und Frankfurter im ersten Jahrgang angetreten, um sich persönliche Ziele zu einem nachhaltigeren Verhalten in Ihrem Alltag zu setzen, zu erreichen und ihre Erfahrungen darüber zu teilen.

Jüngst fand der Auftaktworkshop der Nachhaltigkeitspraktiker statt. Dort lernte sich die Gruppe kennen, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben eigene Interessensfelder recherchiert, sich gegenseitig inspiriert und ihr Wissen durch einen Vortrag mit dem Thema "Nachhaltiger leben im Alltag: Wie geht das?" von Dr. Immanuel Stieß vom Institut für sozial-ökologische Forschung in Frankfurt erweitert. Am Ende wurden die ersten eigenen Vorhaben konkretisiert. Einige wollen sich im Rahmen des Projekts dem Thema Reduktion von Verpackung und nachhaltigem Einkauf widmen, ihren Stromverbrauch reduzieren oder aber wie die ehemalige Samstagsschülerin Sabrina Lentfer Nachhaltigkeit im Betrieb etablieren. "Zudem gibt es einige Teilnehmerinnen, die sich mit der Auswirkung von Ernährung auf ihren CO2-Fußabdruck auseinander setzen wollen", berichtet Johanna Roos. "Sie setzen sich im Rahmen des Projekts mit veganer Ernährung, regionalem und saisonalen Einkaufen und dem bewussten Verzehr von Fleisch und Milchprodukten auseinander."

Erfassen des Alltagsverhalten als erstes Ziel

"Als erstes Zwischenziel für die nächsten zwei Wochen haben sich viele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorgenommen, zunächst ihr eigenes Alltagsverhalten zu beobachten, zu analysieren und zu messen, um dann die richtigen und präzisen weiteren Ziele zu formulieren, damit sie ihren individuellen Visionen näher zu kommen", sagt Annika Löffler-Djahani, die dritte Projektleiterin. In den kommenden vier Salons werde dann über besagte Ziele und Fortschritte gesprochen, Erfahrungen und Herausforderungen geteilt. Lösungen für etwaige Hürden wollen im Rahmen der Salons, die sowohl digital als auch physisch stattfinden, ebenfalls gefunden werden.

Die Nachhaltigkeitspraktikerinnen und -praktiker beim Online-Auftaktseminar.

Diese intensive, persönliche Betreuung ist dem Projektteam wichtig. "Wir unterstützen unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehr persönlich, nah und digital. Eine freundliche Grundatmosphäre trägt viel zum Gelingen bei", findet Annika. Johanna pflichtet bei: "Wir begleiten die Gruppe beim Definieren der Ziele und Zwischenschritte. Motivation und Durchhaltevermögen entsteht dann auch durch den Austausch untereinander, zum Beispiel durch Gespräche in Kleingruppen. Dort unterstützen sie sich gegenseitig."

Annika, Johanna und Philipp sind gespannt,  wie das Projekt einen guten Unterstützungsrahmen bieten kann und ob alle ihre Ziele erreichen. "Wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren eigenen Hebel finden und andere inspirieren, wird ebenfalls spannend", betont Philipp. Die drei Projektverantwortlichen selbst möchten jedoch nicht nur lenken, sondern ebenfalls ihren Alltag nachhaltiger gestalten: "Wir sind nicht die Experten und auch nicht die großen Vorbilder, jedoch wie unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer engagiert und neugierig", erläutert er. Annika ergänzt: "Wir haben uns deshalb unsere eigenen Ziele gesteckt für den Zeitraum des Programms: Philipp möchte sich bewusster ernähren und Alternativen zu Milchprodukten finden, Johanna möchte gezielt Verpackung vermeiden - beispielsweise durch die Herstellung eigener Hafermilch, und ich möchte nachhaltiger einkaufen und ebenfalls auf Plastik verzichten."

Weitere Infos zu den Nachhaltigkeitspraktikern finden Sie auf der Website des Projekts.