12. Juni 2019

Polytechnik-Preis 2019: Das sind die Nominierten

von pressemitteilung

Stiftung Polytechnische Gesellschaft gibt acht Nominierte für den diesjährigen Polytechnik-Preis zum Thema "Umgang mit Vielfalt in der MINT-Bildung" bekannt. Die Auswahl der drei Preisträger und die Verleihung des Polytechnik-Preises findet am 21. Oktober 2019 in Frankfurt am Main statt.

Zahlreiche hervorragende Lehrkonzepte sind bei der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main für den mit insgesamt 70.000 Euro dotierten Polytechnik-Preis für die Didaktik der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) eingereicht worden. Unter allen eingegangenen Bewerbungen hat die Auswahlkommission nach zwei Auswahlrunden acht Kandidaten nominiert, die besonders gute, innovative Unterrichtskonzepte zum diesjährigen Fokusthema "Umgang mit Vielfalt in der MINT-Bildung" entwickelt und bereits erfolgreich erprobt haben. Das Spektrum umfasst nahezu alle MINT-Fächer und Schulstufen, wobei mit der Hälfte der eingereichten Konzepte ein thematischer Schwerpunkt auf dem Fach Mathematik liegt.

Die Namen der Nominierten und ihrer Konzepte lauten (in alphabetischer Reihenfolge):

  • Prof. Dr. Ira Diethelm, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg; Konzept: „IT2School“.
  • Laura Ferreira González, Universität zu Köln; Konzept: „Inklusiver Biologieunterricht“ (IBU).
  • Prof. Dr. Uta Häsel-Weide, Universität Paderborn, und Prof. Dr. Elisabeth Moser-Opitz, Universität Zürich; Konzept: „Zusammenhänge erkennen und besprechen – Rechnen ohne Abzählen“ (ZebrA).
  • Prof. Dr. Anette Marohn, Westfälische Wilhelms-Universität Münster; Konzept: „choice2learn und choice2explore“ im Fach Chemie.
  • Prof. Dr. Marcus Nührenbörger und Prof. Dr. Christoph Selter, Technische Universität Dortmund; Konzept: „Mathe inklusiv“.
  • Prof. Dr. Susanne Prediger, Technische Universität Dortmund; Konzept: „SiMa – Sprachbildung im Mathematikunterricht“.
  • Dr. Frank Reinhold und Prof. Dr. Kristina Reiss, Technische Universität München; Konzept: „ALICE: Bruchrechnen“.
  • Prof. Dr. Björn Risch, Universität Koblenz-Landau, und Dr. Markus Scholz, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg; Konzept: „Inklusive Bildungsangebote für heterogene Lerngruppen im Kontext Nachhaltigkeit".

Die Herangehensweise der nominierten Konzepte zur individuellen Förderung von Schülern in heterogenen Lerngruppen erfolgt meist auf zwei möglichen Wegen: entweder anhand differenzierender Aufgaben und Materialien, zum Beispiel mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen, oder anhand unterschiedlicher Zugangsarten zu den gleichen Materialien, beispielsweise unter Zuhilfenahme von Symbolen, leichter Sprache oder digitalen Werkzeugen. Einige der Konzepte richten sich an eine spezifische Heterogenitätsdimension wie etwa die Sprachfähigkeit, andere nehmen im Sinne eines weiten Inklusionsverständnisses die vielfältigen Unterschiede heterogener Schulgruppen ins Visier. Dabei haben alle Konzepte das Ziel, Lehrkräfte mit Handreichungen, konkreten Unterrichtsmaterialien oder Fortbildungsmöglichkeiten bestmöglich für den MINT-Unterricht für eine vielfältige Schülerschaft zu unterstützen und eine konstruktive Lernatmosphäre zu schaffen. So soll jedem Schüler ermöglicht werden, seine Potenziale bestmöglich zu entfalten.

Über den Polytechnik-Preis

Um Kinder und Jugendliche für Mathematik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, bedarf es einer kontinuierlichen Weiterentwicklung von Unterricht. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den fachdidaktischen Wissenschaftlern an den Hochschulen zu. Ihre herausragenden Forschungs- und Entwicklungsleistungen zeichnet die Stiftung Polytechnische Gesellschaft seit 2011 mit dem Polytechnik-Preis aus. Prämiert werden erprobte Lernangebote mit Relevanz für Schule und/oder frühkindliche Bildung, die sich mit alltagsrelevanten und zukunftsorientierten Themen beschäftigen, auf pädagogischen Konzepten beruhen, eng mit der Fachdidaktik verzahnt und auf ihre Wirksamkeit hin untersucht worden sind. Ihnen will die Stiftung mit dem Polytechnik-Preis zum Durchbruch in Wissenschaft und Öffentlichkeit verhelfen.

Deshalb sollen die Projekte auch zum Transfer an neue Bildungsorte geeignet sein. Wissenschaftler und Institutionen können sich auf eigene Initiative bewerben oder vorgeschlagen werden. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Auswahlkommission, der unabhängige, ausgewiesene Experten aus Wissenschaft, Schule und Stiftungswesen angehören. Der Polytechnik-Preis 2019 steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek. Weitere Informationen finden Sie unter www.polytechnik-preis.de.