10. Juli 2017

Ravneet im Porträt: "Lernen macht mir mehr Spaß als früher"

von Jens-Ekkehard Bernerth

Die elfjährige Ravneet ist Diesterweg-Stipendiatin und DeutschSommer-Alumna der Stiftung Polytechnische Gesellschaft zugleich. Im Gespräch erzählt die Gymnasiastin von ihren Hobbies und von ihren zeitintensiven Berufswünschen.

Foto: Philip Eichler


"Ich möchte Kinderärztin werden", sagt die elfjährige Ravneet bestimmt. Bei einer Schulführung durch das Bürgerhospital hat die Gymnasiastin aus Eckenheim, ein Diesterweg-Kind der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, Gefallen an dem Beruf gefunden. "Ich will in der Notaufnahme arbeiten, und ich mag Kinder," erklärt sie.

In ihrer Freizeit spielt die Schülerin gerne Tennis, aber nur im Garten und in ihrem Zimmer, wie sie berichtet. Gerne würde sie in dem nahe gelegenen Tennisverein Unterricht bekommen und ihre Vorhand weiter verbessern, doch hat das bisher noch nicht geklappt.

Eine professionelle Tennisspielerin zu werden, das kann sich Ravneet indes nicht vorstellen. Eine Zweitkarriere als Schauspielerin hingegen würde sie erfreuen: "Vor dem Diesterweg-Stipendium war ich im DeutschSommer, und seitdem spiele ich sehr gerne Theater", erzählt sie, "im Schultheater bin ich auch aktiv, etwa wenn wir Projektwoche haben. Zuletzt habe ich im Stück 'Vier-Farben-Land' mitgespielt. Ich hätte auch Lust, in meiner Freizeit bei einem Kindertheater mitzuwirken, und später als Hauptberuf Ärztin zu sein, und im Nebenjob Schauspielerin."

Ansonsten liest sie Bücher wie die "Hexe Lili" – "die mag ich ganz besonders" – und betätigt sich gern kreativ: "Malen und basteln machen mir Spaß, Nähen kann ich auch schon gut, Kochen – naja, das muss ich noch besser lernen. Muffins kann ich schon alleine machen", freut sie sich.

Im Interview berichtet Navreet von ihren Erlebnissen in den Bildungsprogrammen der Stiftung, und was sich dadurch bei ihr geändert hat.

Welche Inspirationen hast Du durch das Stipendium und die damit verbundenen Veranstaltungen erhalten?

Ich habe im DeutschSommer das Theaterspielen für mich entdeckt, das hat mir sehr gefallen.

Wie hat sich Dein Leben durch die Stiftung und das Stipendium verändert?

Ich gehe öfters am Samstag auf Ausflüge, das hat mein Leben verändert und macht mir viel Spaß.

Was war das schönste Erlebnis, das Du während Deiner Zeit als Stipendiatin hattest?

Das war der Ausflug zum Institut für Bienenkunde. Dort wurde gezeigt, was die Bienen so treiben, und wir durften basteln und Arbeitsblätter ausfüllen.

Was nimmst Du aus der Begegnung mit den anderen Stipendiaten mit?

Wenn ich sie einmal sehe, sind wir sofort Freunde. Ich finde alle Diesterweg-Stipendiums-Kinder toll und nett.

Welche Projekte/Ziele strebst Du in nächster Zeit an?

Ich möchte Ärztin werden.

Der Begriff "polytechnisch" beschreibt ein Menschenbild, das von vielfältigen Talenten eines Menschen ausgeht. Konntest Du im Laufe Deiner Stipendiatenzeit neue Talente an Dir entdecken oder ausbauen?

Mir macht jetzt auf einmal Theaterspielen sehr Spaß, und Lernen macht mir jetzt noch mehr Spaß als früher. Ich bin besser darin geworden.