08. Juni 2021.

Samstagsschule: Spitzentrainingsprogramm für angehende Führungskräfte im Handwerk

von Jens-Ekkehard Bernerth

Die Samstagsschule ist 2021 in ihren 13. Jahrgang gestartet. Insgesamt neun Handwerkerinnen und Handwerker werden in den kommenden Monaten mit spannenden und lehrreichen Seminaren bei ihrem Werdegang unterstützt.

Die frühere Samstagsschülerin Franziska Staudt bei der Arbeit (Archivbild). Foto: Dominik Buschardt


Auch 2021 sind viele verschiedene Gewerke vertreten: Tischler, Zahntechniker, Dachdecker, Maler und Lackierer sowie ein Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, eine Konditorin und eine Friseurin nehmen teil.

Die Samstagsschüler werden in insgesamt sechs Seminaren fortgebildet, darunter in Rhetorik und Präsentation, Betriebswirtschaftslehre oder Kommunikation für Führungskräfte. Das neu erlernte Wissen müssen die Stipendiaten im November bei einer Abschlussveranstaltung abrufen: Die Samstagsschüler stellen in Projektteams die Entstehung und Produktion eines fiktiven Produkts vor - Businessplan und Prototyp inklusive. Tobias König, Projektleiter bei der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, hebt dementsprechend die Bedeutung der Seminare hervor: "Zum Erfolg in einer Leitungsfunktion im Handwerk gehören neben betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen branchenstrategisches Geschick sowie Schlüsselkompetenzen, die in der Ausbildung keine Rolle spielen. Auf diese Schwerpunkte ist das Seminarprogramm der Samstagsschule fokussiert und leistet so einen Beitrag zur Förderung der beruflichen Bildung und zur Stärkung des Handwerks in Frankfurt."

Altehrwürdiges Konzept

Das Konzept der Samstagsschule basiert auf der Freien Sonntagsschule für Handwerker der Polytechnischen Gesellschaft aus dem Jahr 1817. Damals wie heute wurde mit dem Projekt eine Qualifizierung für Handwerker angestrebt. Seit dem Start im Jahr 2009 sind insgesamt 151 Handwerkerinnen und Handwerker gefördert worden.

Die Auswahl der Teilnehmer trifft die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main (HWK) gemeinsam mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft. Koordiniert wird das Projekt von der HWK, mit Unterstützung der Marga Coing-Stiftung übernimmt die Stiftung Polytechnische Gesellschaft die Finanzierung des Programms. Ein weiterer Standort ist seit 2017 Darmstadt, für die Umsetzung zeichnet die Dotter-Stiftung in Kooperation mit der Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main verantwortlich.

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