10. November 2017

StadtteilHistoriker forschen in Eberstadt und Wiesbaden

von Jens-Ekkehard Bernerth

Das Programm StadtteilHistoriker der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, in dem Laienhistoriker die Geschichte ihrer Stadt erforschen, ist in Wiesbaden in einen zweiten Jahrgang gestartet. Im Darmstadt-Eberstadt wird ebenfalls der Stadtgeschichte auf den Grund gegangen. Getragen wird das Projekt von der Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung, in Wiesbaden fungiert die Wiesbaden-Stiftung

Foto: Dominik Buschardt


Bis Ende Februar 2018 läuft in Wiesbaden die Bewerbungsfrist für die zweite Phase des ehrenamtlichen historischen Projekts. Fünfzehn Interessierte können die Historie Wiesbadener Unternehmen, Kultureinrichtungen, Persönlichkeiten oder eines Industriezweigs erforschen.

Die Teilnehmer des ersten Jahrgangs der Wiesbadener StadtteilHistoriker erforschten unter anderem die Geschichte der Taunusstraße, der Judenhäuser Wiesbadens oder die Chronik der Wiesbadener Familie Walch; die Ergebnisse wurden in Form einer Broschüre publiziert. Die Laienhistoriker berichten auch in Form einer Vortragsreihe über ihre zeitintensive, interessante Arbeit. 

Projekttransfer nach Eberstadt

Im hessischen Eberstadt wird das Projekt von der Dotter-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Geschichtsverein Eberstadt/Frankenstein e. V. realisiert. Dessen Vorsitzender und Mitbegründer Dr. Erich Kraft fungiert dabei als Projektkoordinator: "Es gibt zahllose spannende Themen – von der Geschichte des Eberstädter Bahnhofs über die Eberstädter Brauereien und die Bombennächte des Zweiten Weltkriegs bis hin zur Geschichte des Weinbaus in Eberstadt. Wir freuen uns darauf, Licht ins Dunkel der Geschichte zu bringen."

Bis zu 15 Teilnehmer können sich bis zum 28. Februar 2018 bewerben. Eine Jury wählt anschließend die Projekte aus, die dann von April 2018 bis September 2019 umgesetzt werden sollen. Nach Abschluss der Forschungsarbeiten werden auch dort die Ergebnisse der Öffentlichkeit präsentiert.

Achim Pfeffer von der Dotter-Stiftung freut sich auf die kommenden geschichtsträchtigen Monate und sichert den Eberstädter StadtteilHistorikern seine Unterstützung zu: "Ich als Bezirksverwalter und Vorsitzender des Beirats der Dotter-Stiftung freue mich, dieses wichtige lokalgeschichtliche Projekt als Jurymitglied der StadtteilHistoriker begleiten zu dürfen. Ich werde das Projekt mit allen zu Gebote stehenden Kräften unterstützen."

Dr. Katharina Uhsadel, Projektleiterin der StadtteilHistoriker bei der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, begrüßt den Transfer nach Eberstadt: "Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main kooperiert sehr gerne mit der Dotter-Stiftung. Die StadtteilHistoriker sind eines unserer Flaggschiffe. Die StadtteilHistoriker arbeiten als Laien ehrenamtlich Facetten der Stadtgeschichte in ganz unterschiedlichen Formaten auf und bringen dabei insbesondere die Perspektive der Alltagsgeschichte ein."