Digitale Kommunikation: Feuerwerk der Möglichkeiten mit Licht- und Schattenseiten

Wir sind hin- und hergerissen von den begeisternden Möglichkeiten, die uns die digitale Kommunikation bietet, und den Schattenseiten, die sie mit sich bringt. Einerseits können wir sie souverän, zweckgerichtet, aber auch spielerisch zum Austausch, zur Debatte, zur Verständigung und zum Teilen von Wissen nutzen und damit selbst zu einer aufgeklärten Öffentlichkeit beitragen. Andererseits werden auch anti-zivilisatorische und anti-aufklärerische Tendenzen begünstigt und verbreiten sich massenhaft, ganz entgegen den Hoffnungen, die zunächst mit der hierarchiefreien Kommunikation im Netz verbunden waren.

Wie sind Chancen und Risiken digitaler Kommunikation in differenzierter Analyse zu bewerten? Was können wir tun, um den raschen technisch-kommunikativen Wandel mit guter Wirkung zu begleiten? Welche Medienethik müssen wir entwickeln?

Darüber diskutierte Moderator Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, am 13. Mai 2020 mit seinen Gästen:

Die Gäste des Hausgesprächs 2020

Prof. Dr. Caja Thimm

Professorin für Medienwissenschaft und Intermedialität, Universität Bonn

Cedric Engels (Doktor Whatson)

Wissens-YouTuber, Köln

Luca Neuperti

Student der Informatik und Soziologie, Science-Slammer, Alumnus der Stiftung Polytechnische Gesellschaft

Die Frankfurter HausGespräche 2020: Alles gut? Kommunikation im radikalen Wandel

Die Art des Umgangs miteinander verrät viel über den Zustand einer Gesellschaft. Die Kommunikationsformen der Gegenwart unterscheiden sich in vielem von den Üblichkeiten früherer Zeiten. Beschleunigung, Reichweite und Direktkommunikation begünstigen einerseits unmittelbare Teilhabe am öffentlichen Diskurs, verführen aber auch zu Ausschlägen und Vulgarität. Wie entwickeln sich neue Kommunikationsbräuche? Welche neuen Formen sind erkennbar? Und ist der kommunikative Umbruch, den wir erleben, tatsächlich so ungewöhnlich, wie wir ihn empfinden?

Diesen Fragen gehen die Frankfurter HausGespräche 2020 in verschiedenen thematischen Ausprägungen an folgenden Terminen nach.

20. Mai 2020, 19.30 Uhr: Freies Deutsches Hochstift/ Frankfurter Goethe-Haus: Alles veloziferisch? Zum Wandel der öffentlichen Kommunikation in der Goethezeit (über das Internet)

27. Mai 2020, 19.30 Uhr: Haus am Dom: Die große Gereiztheit: Wege aus der kollektiven Erregung (über das Internet)

Literaturhaus Frankfurt: Deutschland schafft mich – Als ich erfuhr, dass ich doch kein Deutscher bin. Berichte aus dem kommunikativen Notstandsgebiet. Ein Gespräch mit Michel Abdollahi. Die Veranstaltung findet nach Möglichkeit im Rahmen der Kampagne #zweiterfruehling im Literaturhaus statt. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben.

Details zu den Veranstaltungen entnehmen Sie bitte den Webseiten der jeweiligen Institutionen.