Jahresrückblick 2019: Höhepunkte des Jahres

Grußwort des Vorstands

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Wir stehen mitten in einer Umbruchzeit. Aber wir erleben sie nicht nur. Wir sind aufgerufen, sie in einer offenen Gesellschaft mitzugestalten. Und so beginnt das neue Jahr für unsere Stiftung mit einem Aufbruch. Mehrere neue Projekte werden wir im neuen Jahr anpacken, getreu unserem polytechnischen Motto: Tun, was fehlt und nützt. Aber zuvor, in der Weihnachtszeit und „zwischen den Jahren“ (ein schöner alter Ausdruck!), werden wir – wie auch Sie - innehalten und zur inneren Sammlung kommen.

Ein gutes neues Jahr wünschen Ihnen

Prof. Dr. Roland Kaehlbrandt und Johann-Peter Krommer

Die Stiftungsmitarbeiter blicken auf ein ereignisreiches 2019 zurück:

Bereichsleiter Bildung

Bereichsleiter Bildung

Das Jahr begann gleich mit der guten Nachricht, dass die Kultusministerkonferenz "Bildungssprache Deutsch" als Schwerpunkthema ausgewählt hatte.

Der Rechtschreibwettbewerb erreicht nun auch dank der Zusammenarbeit mit dem rheinland-pfälzischen Kultusministerium ein weiteres Bundesland über den bisherigen Wettbewerb in Trier hinaus.

Aus der guten Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium wird in 2020 eine Kompetenzstelle Rechtschreibung an der Goethe-Universität entstehen und Fortbildung zum Rechtschreibvermittlung anbieten. Wir freuen uns über den Erfolg.

Im Juli startete der Deutschsommer, nicht nur in Frankfurt, sondern unter der Leitung des Hessischen Kultusministeriums erneut auch in Wetzlar, Wiesbaden, Rüsselsheim, Darmstadt und Gießen. Dank des erfolgreichen Konzepts wird es in 2020 drei weitere Standorte in Hessen geben. Ferien, die schlau machen für dann insgesamt rund 420 Kinder.

Schlussendlich haben wir im Dezember die elfte Samstagsschulgeneration verabschiedet. Erneut eine tolle Generation, ein paar mehr davon und der Fachkräftemangel wäre kein Thema mehr. Wenn man mal einen sehr guten Handwerker braucht, da sind sie.

2020 kann kommen!

Referentin Deutschsommer / Sprache und Integration

Referentin Deutschsommer / Sprache und Integration

In diesem Jahr waren zum ersten Mal sieben Deutschsommer-Gruppen im Schullandheim Wegscheide in Bad Orb. Jede Gruppe mit je rund 15 Kindern lebte mit drei Pädagoginnen und Pädagogen in einem kleinen Haus. Sie erlebten das klassische Deutschsommerprogramm: Deutsch lernen, Theater spielen und die Freizeit genießen. Auf dem großen Gelände der Wegscheide fiel es kaum auf, dass der Deutschsommer nun mit 105 Kindern vor Ort war. Umso schöner war es, dass wir in diesem Jahr erstmals einen Kinderrat erprobten, der Kinder aus allen Gruppen zusammenbrachte. So organisierten die "Delegierten" (in Absprache mit ihrer Hausgruppe) gemeinsam ein großes Sportfest – und der Kinderrat und die Kinderrechte waren in aller Munde. Diese Energie und Begeisterung möchten wir in das kommende Jahr tragen und den Kinderrat an alle Deutschsommer-Standorte bringen.

Projektleiterin Diesterweg-Stipendium

Projektleiterin Diesterweg-Stipendium

Das Jahr 2019: Die aktuelle Diesterweg-Generation in Frankfurt bringt viele Energien mit und zeigt sich für die Angebote des Stipendiums sehr offen. Besonders schön ist die Neuerung, den Stipendiaten Angebote im Polytechnikerhaus anbieten zu können und sie mehr und mehr hier zu "verorten". Dass wir den Baustein "Fit für die digitale Welt" mit Angeboten zur Handhabung digitaler Medien in das Programm aufgenommen haben, ist mir sehr wichtig gewesen. Hierzu sind wir eine sehr fruchtbare Kooperation mit der VHS eingegangen. Für mich persönlich besonders war die gemeinsame Präsentation mit Frau Dr. Schumann "Familienbildung im Fokus – für gelingende Bildungsbiographien", in der wir die kontinuierliche und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Stiftung und Stadtbücherei auf dem diesjährigen Bibliothekskongress in Leipzig vorgestellt haben.

Projektleiterin Alumni- und Stipendiatenwerk

Projektleiterin Alumni- und Stipendiatenwerk

Meine persönlichen Highlights im Bereich Alumni war zum einen das erste Stiftungszeltlager. Mit rund 35 Stipendiaten zwischen 15 und 30 Jahren haben wir gemeinsam ein Lager auf dem Gelände des Schullandheims Wegscheide errichtet, mit allem was dazu gehört: Aufbau der Zelte, Kochen für die Gruppe und Gestaltung des Abend- und Nachmittagsprogramms. Wir haben gedichtet, einen türkischer Tanz eingeübt und am Lagerfeuer gesungen.

Viele Teilnehmer haben zum ersten Mal an einem Zeltlager teilgenommen. Während für einige die erste Nacht im Zelt daher noch sehr ungewohnt war, trauten sich am nächsten Tag gleich mehrere, ihre Isomatte einfach auf der Wiese auszurollen oder in den mitgebrachten Hängematten und unter freiem Himmel zu schlafen. Für uns war es spannend, den Austausch und die Diskussionen zwischen den sehr unterschiedlichen Menschen der Gruppe anzuleiten und zu begleiten. Das Motto der Veranstaltung "Vielfalt und Gemeinschaft" umschreibt sehr treffend die Erfahrungen im Sommerlager.

Mein zweites Highlight war der erste Rundgang zu den Lieblingsorten unserer Alumni und Stipendiaten. Unter dem Titel "Vor meiner Tür. Lieblingsorte in Frankfurt" rufen wir seit Juni unsere Alumni und Stipendiaten dazu auf, uns ihre Lieblingsorte zu benennen und ihre persönliche Geschichte zu diesem Ort zu erzählen. Weit über 70 Beschreibungen von Lieblingsorten in ganz Frankfurt sind mittlerweile eingegangen. Am 10. November fand daraufhin ein erster Stadtteilspaziergang durch Bornheim statt. Alteingesessene und neu zugezogenen Bornheimern aus dem Kreis der Alumni und Stipendiaten führten uns zu ihren Lieblingsorten. Im Günthersburgpark, im Bernermer Museumslädchen oder auch auf der Berger Straße hörten wir viele persönlichen Geschichten, Anekdoten aber auch historische Fakten.

Bereichsleiterin Fördermanagement und Antragswesen

Bereichsleiterin Fördermanagement und Antragswesen

2019 hieß es für mich: aus dem Familientrubel zuhause zurück in den Stiftungstrubel. Genossen habe ich dabei besonders die große Vielfalt unserer Förderaktivitäten, die ich bei verschiedenen Projektbesuchen vor Ort erleben durfte: beim "Letzte-Hilfe-Kurs" über Sterben und Abschied reflektieren, beim "KATS-Festival" mit Schülern über das Theaterspielen sprechen oder beim Besuch der Ausstellung "Kein Leben von der Stange" etwas über die bewegten (und bewegenden) Biographien der Gastarbeiterkinder erfahren – so vielseitig war mein (kurzes!) Stiftungsjahr 2019.

Ein Höhepunkt zum Abschluss des Jahres war das 3. Frankfurter Schülerjazz-Festival in der Milchsackfabrik: von den tanzenden und singenden Grundschulkindern über die jugendlichen Bläser bis zum echten Jazzprofi – alle waren mit Begeisterung dabei! Vor allem freut mich, dass es in der Jazzstadt Frankfurt von nun ab vier sogenannte "Jazz-Aktiv-Schulen" gibt – eine Auszeichnung, die beim Schülerjazzfestival das erste Mal vergeben wurde.

Projektleiterin Fördermanagement und Antragswesen

Projektleiterin Fördermanagement und Antragswesen

Wenn ich das Jahr 2019 Revue passieren lasse, fällt mir als besonderes schönes Projekt sofort die Straßen-Uni ein. Gemeinsam mit der Franziskustreff-Stiftung und der Katholischen Erwachsenenbildung haben wir im Jahr 2019 das Projekt Straßen-Uni lanciert. Unter dem Motto "Wir wollen es wissen" vermittelt die Straßen-Uni obdach- und wohnungslosen Menschen wissenschaftliche Zusammenhänge allgemeinverständlich und führt ohne Zugangsschwelle an interessante Wissensgebiete heran. Das Programm war vielfältig und wurde gut besucht: Angeboten wurden ein Vortrag über die Bedeutung Frankfurts in der Vergangenheit und heute, eine Einführung zu weltberühmter Kunst mit anschließender Führung durch das Städel Museum, die Vermittlung von Grundwissen zum Thema Geld, Fragen zu Glauben und Religion sowie ein Vortrag mit dem Titel "Gesund alt werden". Schön ist, dass die Resonanz der Teilnehmer so positiv war, dass die Straßen-Uni auch im Jahr 2020 fortgesetzt werden soll.

Projektreferentin Fördermanagement, Kultur und Bildung

Projektreferentin Fördermanagement, Kultur und Bildung

Das Highlight von 2019 war für mich die Veranstaltung zum 70. Jahrestag des deutschen Grundgesetzes am 23. Mai in der Frankfurter Paulskirche. Über ein halbes Jahr hatten wir mit Jugendlichen die Veranstaltung vorbereitet, und es war schön zu sehen, wie am Jubiläumstag rund 600 Schüler aus 15 verschiedenen Frankfurter Oberstufen in die Paulskirche kamen, interessiert zuhörten und sich beteiligten. Auch die Live-Übertragung durch das hr-Fernsehen war eine spannende Erfahrung.

Bereichsleiterin Kunst, Kultur und Pflege des kulturellen Erbes

Bereichsleiterin Kunst, Kultur und Pflege des kulturellen Erbes

Es gleicht ja ein wenig der ungerechten Frage nach dem "Lieblingskind", wenn ich besonders schöne Momente des vergangenen Jahres aus so vielen und so unterschiedlichen Projekten auswählen soll, die ich in der Stiftung Polytechnische Gesellschaft betreue.

Besonders anregend und vielfältig waren aber auch 2019 wieder die Stadtteil-Historiker. In Frankfurt geht gerade die siebte Staffel auf die Zielgerade, und im vergangenen Jahr wurden schon einige interessante Ergebnisse präsentiert. Besonders interessant finde ich immer die Spaziergänge, wie zum Beispiel die Führung von Roswitha Väth durch unbekanntere Ernst May-Siedlungen. So entdeckt man neue Seiten "seiner" Stadt und kommt mit kulturinteressierten Gästen ins Gespräch.

Die Stadtteil-Historiker waren aber auch außerhalb Frankfurts aktiv. Am 27. September 2019 wurden in einer sehr eindrucksvollen Veranstaltung die Teilnehmer der ersten Staffel in Darmstadt-Eberstadt verabschiedet. Am 24. November 2019 endete die zweite Wiesbadener Staffel mit einem Vortrag in der Matinee-Reihe im Stadtmuseum am Markt. Bei diesen Veranstaltungen wird der Reiz des Projekts immer besonders deutlich: Auch Ortsfremden macht es große Freude und vermittelt interessante Erkenntnisse, anhand eines ganz unmittelbaren Beispiels wie der kleinsten Straße in Wiesbaden-Bierstadt in die Geschichte einzutauchen. Dort spiegeln sich im Lokalen die großen Umbrüche ihrer Zeit.

Am 2. Dezember 2019 schließlich wurden die ersten 18 Stadtteil-Historiker aus dem Ruhrgebiet in einer sehr schönen Feier bei der GLS Treuhand in Bochum aufgenommen. Schon an diesem Abend wurde deutlich, dass die Geschichte des Ruhrgebiets in ihrer Vielfalt weit über die mit Kohle und Stahl verbundenen ersten Assoziationen hinausgeht.

Ich wünsche den Stadtteil-Historikern an allen Standorten weiterhin viel Freude an und Erfolg bei ihrer Recherche – und ich freue mich auf die neue Staffel in Frankfurt 2020 sowie die sich schon abzeichnende Ausweitung auf weitere Standorte.

Projektleiter Wissenschaft und Technik

Projektleiter Wissenschaft und Technik

2019 gab es für mich zwei besondere Höhepunkte, einmal das Einführungsseminar für die neuen Main-Campus-Stipendiaten der achten Generation, sowie die gemeinsame Projektwoche der Junior-Ingenieur-Akademie an der Elisabethenschule mit dem Deutschen Architekturmuseum.

Ein Einführungsseminar ist immer besonders, da das Fundament für eine gute Zusammenarbeit gelegt wird. Hier sehen sich die Stipendiaten einer Generation zum ersten Mal und lernen sich untereinander kennen. Sie werden ein Team, das die nächsten Jahre gemeinsam meistern wird. In einem interdisziplinären Stipendiatenwerk ist das besonders wichtig, da nicht nur verschiedene Menschen aufeinander treffen, sondern auch unterschiedliche Fachrichtungen. Zu sehen, wie aus diesen verschiedenen klugen Köpfen eine sich ergänzende und sich wertschätzende Gemeinschaft wird, ist jedes Mal auf Neue ein ganz besonderer Moment.

In der Junior-Ingenieur-Akademie "Mission to Mars" beschäftigen sich die Schüler der Elisabethenschule mit den Möglichkeiten, wie Menschen auf dem Mars überleben können. In einer gemeinsamen Projektwoche mit dem Deutschen Architektur-Museum entwarfen die Junior-Ingenieure Modelle für Häuser, in denen Menschen auf dem Mars überleben können. Die sehenswerten Ergebnisse wurden in einer Ausstellung im Museum ausgestellt. Es waren die ersten Projektergebnisse einer Junior-Ingenieur-Akademie, die in einem Deutschen Museum ausgestellt wurden. Es erfüllte mich mit Freude und Stolz zu sehen, wie engagiert und interessiert die Schüler bei der Arbeit waren, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.  

Bereichsleiter Bürgerengagement

Bereichsleiter Bürgerengagement

Ein Höhepunkt im Kolleg für junge Talente war die Herbst-Akademie als Eröffnungdes Programms für unsere vierte Generation. Offensichtlich wirkte das Programmkonzept dieses viertägigen Seminars mit seinem Schwerpunkt auf Stärkung der Persönlichkeit dieser jungen zwanzigköpfigen Gruppe, die jungen Menschen genossen die verlässliche, vertrauliche, offene Atmosphäre. Die brauchen die Kollegiaten, damit sie sich öffnen und entfalten. Denn aufgrund ihrer Interessiertheit und ihrer überdurchschnittlichen Lernmotivation werden sie teils von ihrem Umfeld als Außenseiter behandelt, weshalb es vorkommen kann, dass sie ihre Neugier lieber für sich behalten. Im Kolleg für junge Talente können sie hingegen den angstfreien Raum genießen, sie toben sich regelrecht aus in ihrer Lust am Fragen, am Wissen-wollen, am Auseinandersetzen. Dabei sind sie einander willkommene Gesprächspartner, die sich gegeneinander mit Freude fordern.

Projektassistentin Bürgerengagement und Bildung

Projektassistentin Bürgerengagement und Bildung

Höhepunkte gab es dieses Jahr viele! Der letzte war unser Spaziergang durch Bornheim im Rahmen von Vor meiner Tür. Trotz herbstlichem Wetter trafen sich zahlreiche Bornheim-Fans im Günthersburgpark, lauschten romantischen und abenteuerlichen Geschichten, erkundeten ein seit vielen Jahren bestehendes Stadtteil-Botschafter-Projekt, den Grünen Daumen, und warfen einen Blick in das kleinste Museum Frankfurts (glaube ich), das Bornheimer Museumslädchen. Außerdem wissen wir jetzt, wo DER Treffpunkt für Bücher-Fans auf der Berger Straße ist und dass wir dem Gewusel der Stadt im Kirchhof der St. Josef Gemeinde, entgehen können.

Bei einem leckeren Glas Wein oder Traubensaft und einer Brezel ließen wir den Nachmittag ausklingen, bis uns die kalten Füße und Hände wieder nach Hause trieben. Ich bin schon gespannt, wo uns der nächste "Vor meiner Tür"-Spaziergang hinführt!

Projektreferentin Wissenschaft & Technik

Projektreferentin Wissenschaft & Technik

Meine beiden persönlichen Highlights im Jahr 2019 waren die Verleihung des Polytechnik-Preises und der Start des neuen Projekts Digitechnikum.

Die Suche nach den deutschlandweit besten MINT-Unterrichtskonzepten zum Umgang mit Vielfalt war intensiv, aber durch die hervorragende Zusammenarbeit mit den fachdidaktischen Experten der Jury eine riesige Bereicherung. Wann hat man schon die Gelegenheit, so viele spannende, wirksame MINT-Unterrichtskonzepte kennenzulernen? Da würde ich fast selbst gerne nochmal in die Schule gehen. Die drei diesjährigen Preisträger haben ihren Sieg wohlverdient und ich freue mich schon darauf, den Transfer ihrer Unterrichtskonzepte an die Schulen nach Frankfurt zu begleiten.

Wie erfolgreich die ausgezeichneten Konzepte vergangener Polytechnik-Preise sind, hat man auf der Preisverleihung 2019 wieder ganz deutlich vor Augen geführt bekommen: wenn zwei zehnjährige "Junge Mathe-Adler" dem Publikum mal schnell die Lösung einer komplexen Aufgabe vorführen, oder die "KEMIE-Familie" mit Begeisterung und Sachverstand Chemie-Experimente vorführt, dann sieht man, welch große Wirkung die Projekte entfalten.

Digitechnikum

Nach langer Vorbereitung und vielen Fachgesprächen konnte endlich die erste Ausschreibung des Digitechnikums an den Start gehen. Aber wie es bei der Neuentwicklung eines Projekts immer der Fall ist, bleibt es spannend bis zum Schluss: wie wird das Programm bei Schülern und Lehrern ankommen? Bekommen wir genügend Teilnehmer? Ist die Auswahl der Themen spannend? Schon schnell war jedoch klar, dass wir in eine (derzeit) riesige Lücke getroffen haben: viele informatisch-interessierte Schüler haben an ihren Schulen kein ausreichendes Angebot, und oft fehlen ihnen Gleichgesinnte. Daher überrascht die mehr als doppelt so hohe Zahl an Bewerbungen zu freien Plätzen nicht wirklich.

Schon beim Schnupperabend des Programms hat man gemerkt, dass die insgesamt 26 Schüler gar nicht länger warten wollten, um mit ihren digitalen Projekten loszulegen. Die Ideen, das Engagement und die schnelle Gruppenzusammengehörigkeit haben mich wirklich begeistert. Und die Ziele, die sich die Schüler vorgenommen haben – von der smarten Pillenbox bis zur intelligenten Mülltonne oder einem Warnsystem für Fahrradfahrer – lassen mich aus dem Staunen gar nicht mehr rauskommen.

Projektleiterin Bürgerengagement

Projektleiterin Bürgerengagement

Die Führung des Bundespräsidenten Frank Walter Steinmeier und seiner Frau Elke Büdenbender durch die Frankfurter Neue Altstadt im Februar 2019 war einer meiner Jahreshöhepunkte. Das Besondere: Unsere beiden Stadtteil-Botschafter-Alumni Vane und Moritz wurden zu den Stadtführern des Staatsoberhauptes. Sie bereiteten sich in Zusammenarbeit mit Stadtteil-Historiker Dieter Wesp intensiv vor und meisterten die Tour durch die engen Altstadtgassen mit Bravour, trotz dichter Belagerung durch Journalisten und Schaulustige. Mein Highlight des Tages: Die Nahbarkeit des Präsidentenpaares zu erleben. Eine unvergessliche Stunde mit zwei sehr sympathischen Menschen!

Ein weiteres Ereignis auf meiner Highlight-Liste dieses Jahr war die dreiteilige Portrait-Reihe der aktuellen Stadtteil-Botschafter im Rahmen der Fernsehsendung „rheinmain IM BLICK“. Kameras, der Green Room, ein professioneller Moderator, der auch für RTL arbeitet… - ich bin noch immer nachhaltig beeindruckt, wie souverän die vier ihre Auftritte meisterten, die aus dem Stegreif und in einem Take, also ohne Schnitt im Nachgang, gedreht wurden! Auch für mich war es eine spannende Herausforderung, vor einer Kamera zu stehen und ich bin dankbar für diese Erfahrung in 2019.

Schlussendlich ist mein absoluter Jahreshöhepunkt allerdings die aktuelle Stadtteil-Botschafter-Generation, die die Stiftung im Juli ins Stipendium aufgenommen hat und die am20. September bei "Hallo Frankfurt!" auf einem Schiff am Main sich und ihre Projekte vorstellten. 15 junge, engagierte Menschen bereichern noch bis nächsten Herbst in 12 Projekten Frankfurt und die Menschen, die hier leben. Ich bin beeindruckt von ihrer Motivation, von ihrer Tatkraft und ihrem großen Interesse, etwas für die Allgemeinheit zu tun. Dafür investieren sie viel Zeit, das ist ihnen neben dem, was sie sonst noch zu tun haben (Schule, Job, Uni,…) unglaublich hoch anzurechnen. Es macht mir täglich viel Freude, mit den Stadtteil-Botschafter/innen zu arbeiten und es macht mir Hoffnung, dass die Jugend auch weiterhin Verantwortung für eine Gesellschaft übernehmen wird, die von Toleranz, gegenseitiger Unterstützung, Respekt und persönlichem Engagement getragen wird.

Beauftragte für Nachhaltigkeit und Transfer im Projektbereich Bildung

Beauftragte für Nachhaltigkeit und Transfer im Projektbereich Bildung

Mit der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages im Dezember 2019 wurde Trier als 10. Standort außerhalb Frankfurts in die weiterwachsende Familie der Diesterweg-Standorte aufgenommen.

Ein kleines Jubiläum!

Kooperationspartner in Trier sind die Nikolaus Koch Stiftung und die Stadt Trier, Kommunales Bildungsmanagement.

Wir freuen uns über unseren 10. Partner.