Wie sieht für Dich die Stadt der Zukunft aus?

Jugendbegegnung Frankfurt-Lyon 2021: Die nachhaltige Stadt

Die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Städten, die gemeinsam für den überwiegenden Teil der weltweiten Treibhausgas-Emissionen verantwortlich sind. Ressourcenknappheit, Hitzewellen, überlastete Verkehrssysteme und daraus resultierende soziale Ungleichheit sind Herausforderungen, denen wir uns stellen müssen. Gleichzeitig sind Städte aber auch zentrale Orte des Wandels und Fortschritts: Als Ballungsräume haben sie großes Potential die Mobilität, Energieversorgung und unsere Lebensweise nachhaltig zu prägen.

Wie sieht für Dich die Stadt der Zukunft aus? Welche Veränderungen sind gesellschaftlich, wirtschaftlich und ökologisch notwendig? Und welche Rolle kannst Du als junge Bürgerin oder junger Bürger einnehmen, um die nachhaltige Stadt der Zukunft aktiv mitzugestalten?

Genau zu diesen Fragen haben die Stiftung Polytechnische Gesellschaft und das Goethe-Institut anlässlich 60 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Frankfurt und Lyon für 2021 eine Jugendbegegnung konzipiert: die Teilnehmer erwarten praxisorientierte Vorträge von Experten für nachhaltige Stadtplanung, Gespräche mit Akteuren städtischer ebenso wie zivilgesellschaftlicher Initiativen und spannende Exkursionen in Frankfurt und in Lyon.

16 junge Erwachsene aus Frankfurt und Lyon werden gemeinsam eigene Projektideen entwickeln und in das Thema der nachhaltigen Stadt eintauchen.

Die Jugendbegegnung Frankfurt-Lyon 2021 startet am 19. und 20. März 2021 mit einem digitalen Auftakt. Der Austausch findet statt vom 20. Juni bis zum 26. Juni 2021: drei Tage in Frankfurt am Main (20. bis 23. Juni) und drei Tage in Lyon (23. bis 26. Juni).

Dabei bieten die Organisatoren digitale Workshops, Gelegenheit zum Austausch in einer deutsch-französischen Gruppe, Gespräche mit Experten und Aktivisten aus der nachhaltigen Stadtplanung sowie mit städtischen Vertretern. Außerdem finden zahlreiche Exkursionen an spannende Orte der Nachhaltigkeit in beiden Städten statt, praxisorientierte Workshops und deutsch-französische Sprachanimationen.

Nach einer Ausschreibungsphase von Oktober 2020 bis Januar 2021 wurden 16 Teilnehmer, 8 aus jeder Stadt, für die Jugendbegegnung Frankfurt-Lyon 2021: Die nachhaltige Stadt ausgewählt. Voraussetzung für die Teilnahme waren der Wohn- bzw. Studienort Frankfurt oder Lyon und die Sprachkenntnis des Deutschen und des Französischen mindestens entsprechend des Niveaus B2, um den bilingualen Austausch zu ermöglichen. Zu den Auswahlkriterien zählten darüber hinaus das Interesse an Nachhaltigkeit und Klimaschutz sowie ein möglicherweise bereits bestehendes Engagement für diese Themen.

Die Gruppe, die so zusammengestellt wurde, umfasst junge Erwachsene zwischen 18 und 24 Jahren mit sehr vielfältigen Profilen, von Abiturienten über Studienanfänger bis hin zu Studierenden in Master-Studiengängen mit ersten berufspraktischen Erfahrungen.

Eines haben sie alle gemeinsam: sie sind extrem motiviert und engagiert für das Thema Nachhaltigkeit; sei es über die Wahl ihres Studienfaches (z.B. Umweltmanagement oder Transition écologique, solidaire et citoyenne), ihr Engagement an der Hochschule oder in einer zivilgesellschaftlichen Initiative. Sie kennen nicht nur die Herausforderungen, sondern arbeiten daran und haben den Mut, ihre Stadt hin zu mehr Nachhaltigkeit zu verändern und sich mit gleichgesinnten jungen Menschen aus einer anderen europäischen Stadt auszutauschen und zu vernetzen.

Wir sind überzeugt, dass dieser Austausch und die Diskussionen zum Thema der nachhaltigen Stadt durch die Erfahrungen und Kompetenzen jedes einzelnen Teilnehmers bereichert werden, und dass die jungen Bürger Frankfurts und Lyon über die deutsch-französische Begegnung neue Anregungen erhalten und Perspektiven entdecken werden, die sie für ihr Handeln in ihrer Stadt stärken.

Wir möchten junge Menschen aus Frankfurt und Lyon vernetzen, die sich für Nachhaltigkeit in der Stadt begeistern. Wir möchten die Städtepartnerschaft beleben. Wir möchten die jungen Erwachsenen dabei unterstützen, die sozialen und ökologischen Auswirkungen ihres eigenen Verhaltens noch besser zu verstehen und ihre Ideen an Experten, Expertinnen und städtische Vertreter weiterzugeben. Uns ist wichtig, dass die jungen Bürger konkrete Handlungsansätze für eine nachhaltige Lebensweise im persönlichen Umfeld der eigenen Stadt entwickeln.

Ansprechpartnerin

Dr. Christina Braun

Projektreferentin Fördermanagement und Antragswesen Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main

+49 69 789 889 43

cbraun@sptg.de