Zubaka: Der Zukunftsbaukasten

Der Zukunftsbaukasten, abgekürzt ZuBaKa, ist ein Bildungsprojekt, das Angebote für Schüler durchführt. Das Projekt fährt zweigleisig: Zum einen unterstützt die gemeinnützige ZuBaKa GmbH Bildungseinrichtungen dabei, nachhaltige Strukturen aufzubauen, die die Startbedingungen jugendlicher Seiteneinsteiger mit und ohne Fluchthintergrund verbessern.

Zum anderen entwickelte ZuBaKa gemeinsam mit der Hostatoschule in Höchst ein Bausteinkonzept für Intensivklassen, das an mehreren Frankfurter Schulen angewendet wird und die Schüler auf den Hauptschulabschluss und eine Ausbildung vorbereitet.


Digitale Helden

Digitale Helden ist ein Projekt, das die Medienbildung und -kompetenz von Schülern und deren Eltern stärken möchte.

Bei den Digitalen Helden wird der Kampf gegen E-Mobbing an Schulen großgeschrieben. Seit 2014 geschieht dies in erster Linie über die schulübergreifende Qualifizierung von Mentoren: Digitale Kompetenzen sollen bei Schülern der 8. bis 10. Klasse gestärkt und gefördert werden, gleichzeitig dadurch Schüler der 5. und 6. Klasse vor Fallen im Netz bewahrt werden, etwa dem Umgang mit persönlichen Daten im Internet, in sozialen Netzwerken und bei der Prävention von digitalen Notfällen wie Cybermobbing, Account Hacking oder Sexting. Zudem sollen die Eltern bei Fragen von den Mentoren aufgeklärt werden.

Das Mentorenprogramm ist in zwei Module aufgeteilt: Im ersten Modul werden Schüler der 8. bis 10. Klasse über einen Online-Kurs, der in eine Schul-AG oder einen Wahlpflichtkurs integriert ist und von ausgebildeten Pädagogen der jeweiligen Schule betreut wird, zu Digitalen Helden ausgebildet. Als Mentoren führen die Jugendlichen nach der Schulung eigenständig Klassenbesuche durch, sie führen mit jüngeren Schülern erste Gespräche im "digitalen Notfall" und gestalten Elternabende mit.

Im ersten Ausbildungsjahr werden die Schüler zu "Junior Coaches Digitale Helden" ausgebildet. Diejenigen, die sich weiter engagieren möchten, betreuen als "Senior Coach Digitale Helden" eine neue Jahrgangsgruppe. Die Ausbilder der Digitalen Helden gGmbH begleiten jede Schule für insgesamt zwei Schuljahre und bilden pro Jahr mindestens sechs Digitale Helden und zwei Pädagogen aus; danach ist ein rollierendes System etabliert, das es den Schulen ermöglicht, eigenständig zu agieren.


Zuhören verbindet

Das Programm Lilo Lausch – Zuhören verbindet! richtet sich an Kinder ab zwei Jahren in Kindertagesstätten mit hohem Migrantenanteil. Es soll die Zuhör- und Sprachfähigkeiten der Kinder fördern.

Die Mehrsprachigkeit von Kindern und Eltern wird dabei als Ressource genutzt, und die interkulturelle Kompetenz wird gestärkt.

In den Lilo Lausch Hörclubs erfahren die Kinder dank der Puppenelefantendame Lilo Lausch, dass Hinhören Spaß macht. Sie lernen spielerisch, Gehörtes besser zu verstehen und in eigene Worte zu fassen.

Einmal wöchentlich treffen sich die Kinder in einem "zuhörfreundlichen" Raum ihrer Kita, spielen Zuhörspiele, lauschen Geschichten und tauschen Worte aus. Dabei werden neben der deutschen Sprache auch andere Sprachen berücksichtigt.

Für das pädagogische Fachpersonal wird eine Pflichtfortbildung angeboten, die die Grundlagen des Programms der Stiftung Zuhören vermittelt und anhand von Praxisbeispielen seine Umsetzung und die Einbeziehung der Eltern erläutert. 

Die Erzieherinnen erhalten eine Materialbox mit Handpuppe, Handbuch und dem Lilo-Lausch-Lied sowie mit Büchern und einem Hörspiel in vielen Sprachen. Der "akustische Lilo-Lausch-Elternbrief" lädt in 17 Sprachen Kinder und Eltern zum Mitmachen ein.