Projekttransfer: Ideen gehen ihren Weg

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft ist in ihrem Wirken auf Frankfurt am Main fokussiert. Trotzdem haben manche Projekte durch einen Projekttransfer den Weg über die Stadtgrenzen hinaus gefunden.

Diesterweg-Stipendium, Der große Diktatwettbewerb, DeutschSommer, StadtteilHistoriker: Diese Projekte der Stiftung Polytechnische Gesellschaft finden mittlerweile deutschlandweit statt. 

Projekttransfer heißt diese Facette der polytechnischen Stiftungsarbeit, die aber nicht nur in der überregionalen Verbreitung von Projekten besteht. Der Transfer kann sich auch auf anderen Ebenen abspielen. Etwa innerhalb der Stadt Frankfurt, wenn eines der Stiftungsprojekte in die Hände eines neuen Trägers übergeben wird – so geschehen mit Jazz und Improvisierte Musik in die Schule!, das seit dem Schuljahr 2014 / 2015 von der Musikschule Frankfurt weitergeführt wird. 

Oder wenn das Know-how, das sich Stipendiaten in den Fortbildungen der Stiftung erworben haben, in die Praxis von Vereinen oder anderen Institutionen einfließt, wie es etwa bei den Bürger-Akademikern der Fall ist. 

Darüber hinaus ist aus den Bildungsprojekten der Stiftung das Fortbildungsprogramm Impulse für Frankfurter Pädagogen entstanden, das pro Jahr über mehrere Hundert Teilnehmer erreicht. So werden die Inhalte der Projekte implizit in die Bildungseinrichtungen und letztlich auch in die Stadtgesellschaft hineingetragen. 

Von außen nach innen

Der Polytechnik-Preis ist wiederum ein Beispiel für Ideentransfer von außen nach Frankfurt hinein: Alle zwei Jahre lobt die Stiftung deutschlandweit diesen Preis für die Didaktik der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik aus. Jedes preisgekrönte Konzept wird im Anschluss in einem bis zu zweijährigen Prozess in Frankfurter Bildungseinrichtungen eingeführt.

Nachhaltigkeit wird auch durch Ringvorlesungen an der Universität und die Aufnahme mancher Konzepte in das Curriculum der Berta-Jourdan-Schule angestrebt, einer Einrichtung für die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern. 

Der Transfer durch Fortbildungen und der Projektexport fördern zugleich die Verankerung und die Verbreitung von Projekten. Örtliche Konzentration und Verbreitung müssen also kein Gegensatz sein, sondern können einander gut ergänzen und befördern.