Die Junior-Ingenieur-Akademie

Möglichst früh das Interesse am Studium der Ingenieurs- und Naturwissenschaften wecken, das ist das Ziel der Junior-Ingenieur-Akademie. Seit 2009 experimentieren in Frankfurt Acht- und Neuntklässler an vier Schulen in den Bereichen Lebensmittel- und Umwelttechnologie, Robotik sowie Orthopädietechnik.

Deutschlandweit werden Naturwissenschaftler, Ingenieure und MINT-Fachkräfte gesucht. Obwohl die Perspektiven in diesen Bereichen gut sind, entscheiden sich viele junge Menschen für andere Studiengänge. Ein wesentlicher Grund dafür sind häufig fehlende Kenntnisse darüber, was sich hinter technischen oder naturwissenschaftlichen Berufsbildern verbirgt und welche Karrierewege und –möglichkeiten es gibt.

Hier setzt die Junior-Ingenieur-Akademie der Deutsche Telekom Stiftung an, die das Modell 2005 ins Leben gerufen hat und seitdem bundesweit verbreitet. In Frankfurt am Main geschieht das in Kooperation mit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Ziele des Projekts

Die Junior-Ingenieur-Akademie möchte durch die Vernetzung von Schule, Wirtschaft und Wissenschaft Schülerinnen und Schüler mit Inhalten des Berufsfeldes eines Ingenieurs vertraut machen. Begeisterung für naturwissenschaftliches und ingenieurwissenschaftliches Arbeiten vor dem Eintritt in die Oberstufe zu wecken, ist ein weiteres Ziel.

Der fundierte und vielfältige Kontakt zu den Projektpartnern macht die Junior-Ingenieur-Akademie zu einem einzigartigen Programm für die frühzeitige Studien- und Berufsorientierung.

Aufbau einer Junior-Ingenieur-Akademie

Das Projekt läuft über die beiden Schuljahre der 8. und 9. Jahrgangsstufe, wobei jedes Halbjahr ein anderes Themenspektrum abdeckt. Der Unterricht wird zum Teil an der Goethe-Universität, der Frankfurt University of Applied Sciences oder in den Partnerunternehmen abgehalten und umfasst drei Stunden pro Woche.

Die Junior-Ingenieure bekommen in den Laboren der Hochschulen und den Ausbildungswerkstätten der Partnerunternehmen Technik zum Anfassen geboten und werden über die praktische Arbeit mit den theoretischen Grundlagen vertraut gemacht; das naturwissenschaftliche und technische Verständnis der Schülerinnen und Schüler wird intensiv geschult und erweitert.

In der Junior-Ingenieur-Akademie arbeiten die Kinder zielgerichtet auf ein Produkt hin, welches sie entwickeln, bauen und zum Abschluss präsentieren.

Diese besondere Art der Unterrichtsgestaltung fördert nicht nur die technischen Kompetenzen der Junior-Ingenieure, sondern entwickelt auch die Softskills der Schülerinnen und Schüler weiter.  

Vier Schulen – vier Schwerpunkte

In Frankfurt wird die Junior-Ingenieur-Akademie an vier Gymnasien mit vier unterschiedlichen Schwerpunkten angeboten.

  • Die Elisabethenschule legt den Schwerpunkt auf die Lebensmitteltechnologie. Die Schüler beschäftigen sich damit, wie man neue Lebensmittel entwickelt und vermarktungsfähig herstellt.
  • An der Wöhlerschule forschen die Junior-Ingenieure im Bereich der Umwelttechnologie. Sie konstruieren mit selbst gebauten 3D-Druckern Solarfahrzeuge, mit denen sie in der Vergangenheit schon mehrmals erfolgreich beim Solarrennen FrankfurtRheinMain teilnahmen. Zudem planen sie eine Solartankstelle für die Wöhlerschule. 
  • Die Ziehenschule beschäftigt sich mit dem Thema Robotik. In den vier Semestern lernen die Schüler, wie sie einen Roboter konstruieren und programmieren.
  • Das Gymnasium Riedberg setzt sich mit dem Thema Orthopädietechnik auseinander.

Tobias König

Projektleiter Junior-Ingenieur-Akademie

069 789 889 - 31

koenig@sptg.de