Ausschreibung des Rosl und Paul Arnsberg-Preises läuft
- Der Preis zur Erforschung jüdischen Lebens in Frankfurt am Main wird 2010 zum zweiten Mal ausgelobt
Rosl Arnsberg (Mitte) mit den Preisträgern der ersten Ausschreibung, Dr. Helga Krohn und André Griemert, am 20. Januar 2009. (Foto: D. Buschardt)
Frankfurt am Main, 03. März 2010. Seit vergangenem Montag läuft die Ausschreibung des Rosl und Paul Arnsberg-Preises 2010. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft hatte den Preis zur Erforschung jüdischen Lebens in Frankfurt am Main im Jahr 2008 zu Ehren des 100. Geburtstages von Rosl Arnsberg gestiftet. Rosl und Dr. Paul Arnsberg stehen als jüdische Bürger Frankfurts für ein Lebenswerk im Dienste der Aufarbeitung und Bewusstmachung des historischen Erbes der jüdischen Bürger Frankfurts. Diese haben traditionell eine herausragende Rolle bei der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung in der Stadt gespielt und in hohem Maße die mäzenatische Tradition Frankfurts geprägt.
Der Rosl und Paul Arnsberg-Preis der Stiftung Polytechnische Gesellschaft ist mit 10.000 € dotiert und wird alle zwei Jahre im Rahmen eines öffentlichen Festakts vergeben. Er wird verliehen als Anerkennung herausragender Leistungen und zur Unterstützung bei der Veröffentlichung eines bereits verfassten Werkes oder für die Erarbeitung und anschließende Veröffentlichung eines Werkes zur Geschichte der Juden in Frankfurt. Die Arbeiten oder Vorhaben müssen dem Standard wissenschaftlicher Methoden genügen und sollen neue Erkenntnisse über die Geschichte der Frankfurter Juden enthalten bzw. im Falle von Vorhaben erwarten lassen. Bewerbungsschluss ist der 30. April 2010. Die Preisverleihung findet am 18. August 2010 in der Goethe–Universität Frankfurt am Main statt.
Bei der ersten Verleihung des Rosl und Paul Arnsberg-Preises 2008 entschloss sich die Jury, aufgrund des hohen Niveaus der eingegangenen Bewerbungen den Preis in einen Haupt- und einen Förderpreis zu teilen. Den Hauptpreis in Höhe von 8.000 Euro sprach die Jury Dr. Helga Krohn für ihr Recherche- und Publikationsvorhaben „Juden in Frankfurt am Main 1945 bis in die Gegenwart“ zu. Der Förderpreis in Höhe von 2.000 Euro ging an den Nachwuchswissenschaftler André Griemert für die Publikation seiner Staatsarbeit zum Thema „‘Bürgerliche Verbesserung der Juden’ durch Schule und Bildung? Das Frankfurter Philanthropin in der Kontroverse um die jüdische Emanzipation bis 1816“. Download FlyerKONTAKT: Dr. Katharina Uhsadel, 069 838306-15, uhsadel@sptg.de
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Hessischer Ministerpräsident zu Gast in Bonames
- Roland Koch trifft Frankfurter StadtteilBotschafter
Ministerpräsident Roland Koch (2.v.r.) und Dr. Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Polytechnische Gesellschaft (r.), im Gespräch mit den StadtteilBotschaftern. (Foto: SPTG)
Frankfurt am Main, 26. Februar 2010. Im Rahmen seiner Besichtigungstour durch das Rhein-Main-Gebiet traf der Hessische Ministerpräsident Roland Koch gestern die StadtteilBotschafter der ersten und zweiten Generation. Ort der Begegnung war der Saalbau Nidda im Frankfurter Stadtteil Bonames. In der dazugehörigen Sporthalle werden die StadtteilBotschafter aus Bonames, Sven und Martin Klimek, ihr Projekt „Midnight Madness“, ein Basketballturnier für junge Leute aus ihrem Stadtteil, auf die Beine stellen.
Der Ministerpräsident zeigte sich mit seinem zweistündigen Besuch sehr interessiert an dem Stipendienprogramm der Stiftung Polytechnische Gesellschaft, das junge Frankfurter mit eigenen Projektideen für ihren Stadtteil fördert. Koch betonte die hohe Bedeutung ehrenamtlichen Engagements für die Gesellschaft. Besonders in städtischen Regionen mit hoher Fluktuation sei es wichtig, dass die Strukturen dafür vorhanden seien. Wenn dies gelinge, könne das Ehrenamt sogar zu einer „legalen Form der Sucht“ werden. Nach der Vorstellung des Stipendienprogramms durch den Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Dr. Roland Kaehlbrandt sowie der Projektleiterin der StadtteilBotschafter Dr. Tina Kühr hatten die Stipendiaten die Gelegenheit, sich und ihre Projekte genauer zu präsentieren. Im Anschluss ermutigte der gebürtige Frankfurter Roland Koch die rund 20 anwesenden StadtteilBotschafter, selbst Fragen zu stellen. „Wie er sich denn früher engagiert habe“ oder „Wie man das Engagement im Ehrenamt unter Jugendlichen noch mehr stärken könne“, wollten die Stipendiaten zum Beispiel wissen. Koch selbst war viele Jahre Schülersprecher im Gymnasium und in der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) aktiv. „Ich fand es interessant, auch etwas Persönliches von ihm und aus seinem Leben zu hören. Es ist schade, dass er so schnell wieder gehen musste, ich hätte ihm gerne noch mehr Fragen gestellt“, so die Reaktion von Esa Böttcher, StadtteilBotschafterin aus Preungesheim.
Mit dem Stipendienprogramm der StadtteilBotschafter fördert die Stiftung Polytechnische Gesellschaft junge Frankfurter, die in ihrem Stadtteil aktiv sind und sich dort für andere einsetzen. Bei der Arbeit an ihrem Projekt erhalten die StadtteilBotschafter neben finanzieller Unterstützung viel Rat und praktische Hilfe durch das Projektteam der Stiftung. Außerdem können sie an mehreren Qualifizierungs-Seminaren zu Themen wie „Projektmanagement“ oder „Rhetorik“ teilnehmen. Begegnungen mit verschiedenen Frankfurter Persönlichkeiten stehen ebenfalls auf dem Stipendienprogramm. KONTAKT: DR. TINA KÜHR, 069 838306-21, kuehr@sptg.de
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